WM-Auftakt in Spanien von Corona ausgebremst

Supersport 300: Max Kappler aus Oberlungwitz steigt nicht aufs Motorrad

Oberlungwitz.

Die Prioritäten sind bei Max Kappler klar gesetzt. "Es gibt aktuell wesentlich wichtigere Sachen als Motorsport", sagt der 22-jährige Oberlungwitzer. Am Wochenende hätte für den Motorradrennfahrer der Saisonauftakt der Supersport-300-WM im spanischen Jerez de la Frontera auf dem Plan gestanden. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde das Rennen in den Oktober verschoben. Da an erster Stelle die Gesundheit steht, hat Max Kappler volles Verständnis für die Verlegung. Mit den anderen Fahrern der Serie unterstützt er deshalb auch die weltweite "Stay at Home"-Kampagne. Max Kappler hält sich mit Joggen und mit Krafttraining in den eigenen vier Wänden fit.

Dabei war alles gut vorbereitet für den Start in seine dritte Supersport-300-Saison. Nach drei Monaten ohne Motorrad überzeugte Max Kappler bei den ersten Tests Anfang Februar in Valencia. Dies setzte sich Anfang März bei den Teamtrainings in Almeria (Spanien) und Portimao (Portugal) fort. Der Fahrer des KTM-Freudenberg-Rennstalls brauchte keine große Eingewöhnungszeit und gehörte zu den schnellsten Piloten. "Ich habe mich sehr auf den Saisonstart gefreut", sagt Kappler. Nach den guten Tests war er zuversichtlich "Deswegen bin ich irgendwo auch traurig, dass der Auftakt verschoben wurde. Aber die Welt hat jetzt andere Probleme", sagt er. Neben dem Auftakt in Spanien wurde auch das zweite der insgesamt zehn WM-Rennen verschoben. Statt vom 17. bis 19. April wird im niederländischen Assen im August Gas gegeben. Theoretisch fällt der Startschuss der WM nun im Mai in Imola (Italien). Doch Kappler ist noch skeptisch: "Die Formel 1 geht davon aus, dass erst im Juni wieder gefahren werden kann. Früher wird es bei uns sicher auch nicht losgehen."


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