Wo Nachwuchskicker sogar in den Ferien lernen

Die Fußballschule des FSV Zwickau hat in diesem Jahr so viele Camps wie noch nie ausgerichtet. Obwohl die Resonanz größtenteils gut war, haben die Verantwortlichen weitere Ideen.

Zwickau.

Peter Gottschalk lachte am Dienstagnachmittag im Westsachsenstadion mit der Sonne um die Wette. Während die 25 Teilnehmer des zweiten Herbstferiencamps über den Platz wuselten, zog der Leiter der FSV Zwickau Fußballschule ein positives Fazit für 2019. In insgesamt neun Camps haben er und seine Mitstreiter mehr als 180 Kinder von 4 bis 14 Jahren betreut. "Damit sind wir im ersten Schritt nach der Aufstockung von fünf auf neun Termine zufrieden", sagt er.

Am Programm von 2019 soll deshalb auch nächstes Jahr festgehalten werden. "Wir hatten zum größten Teil schöne Gruppenzahlen von 25 bis 30 Kindern und wollen auch in dem Rahmen bleiben", kündigt der 35-Jährige an. Mit drei Trainern sei bei dieser Größenordnung eine individuelle Betreuung der Nachwuchskicker möglich. Denn die Camps stehen Mädchen und Jungs, die noch nicht aktiv spielen, genauso offen wie Talenten, die sich in der Fußballschule vielleicht für ein Team des FSV empfehlen möchten.

"Wir wollen allen fußballerisch etwas beibringen, aber genauso auch im Umgang miteinander. An erster Stelle steht dabei immer der Spaß", sagt Peter Gottschalk, der das vierte Jahr in Folge den Hut für die Feriencamps des FSV auf hat. Die schönste Anerkennung ist für die "Lehrer" der Fußballschule, wenn ihre Schützlinge wiederkommen. "Wir haben viele Stammgäste und freuen uns natürlich, wenn uns die Eltern schon bei der Verabschiedung erzählen, dass sie ihre Kinder für nächstes Jahr wieder anmelden werden", so Peter Gottschalk.

Dabei locken die Camps, die es in den Winter-, Oster-, Sommer- und Herbstferien gibt, längst nicht nur Zwickauer Fußball-Talente an. Die Fußballschüler kommen aus dem gesamten Umkreis, in den aktuellen Ferien zum Beispiel aus Thurm, Neumark, Schönfels, Werdau und Chemnitz. "Es ist inzwischen auch keine Seltenheit mehr, dass Kinder aus anderen Bundesländern bei uns angemeldet werden, die ihre Ferien in Zwickau bei den Großeltern verbringen oder die mit ihren Eltern in der Gegend Urlaub machen", lässt Peter Gottschalk wissen.

Neben den zwei Trainingseinheiten pro Tag und einem Ausflug pro Woche punkten die FSV-Verantwortlichen beim Nachwuchs vor allem auch mit gemeinsamen Aktivitäten mit ihren Drittliga-Profis. Die Fußballschüler dürfen bei einer Trainingseinheit der Elf von Joe Enochs ganz nah dran an der Mannschaft sein und sich hinterher Autogramme holen. Zudem steht auch der gemeinsame Besuch eines Drittliga-Heimspiels mit auf dem Programm. Um die Attraktivität hochzuhalten, sind für 2020 zum Beispiel Stadionbesichtigungen in Leipzig oder Dresden geplant.

Einen zweiten Anlauf werden die Zwickauer unterdessen mit dem Feriencamp in Reichenbach wagen, das der FSV in den diesjährigen Sommerferien erstmals gemeinsam mit dem ansässigen VFC angeboten hatte. Beide Vereine sind guter Dinge, mit etwas mehr Vorlauf in der Bewerbung 2020 mehr Teilnehmer anlocken zu können. Vorgesehen ist die Neuauflage in der dritten Woche der Sommerferien. Auch für die acht anderen Camps im nächsten Jahr stehen die Termine bereits fest. Los geht es in den Winterferien mit Technikcamps in der Kalthalle am Westsachsenstadion (10. bis 13. Februar) beziehungsweise in der Sporthalle Mosel (17. bis 20. Februar). Auf der Homepage des FSV wird über den Anmelde-Start informiert.

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