Zu viele Chancen versemmelt

Nach dem sensationellen Höhenflug zum Saisonstart ist bei den Zwickauer Handballern nun erstmal Ernüchterung eingekehrt.

Zwickau.

Dass in einem Handballspiel mehrere klare Zwischenstände für einen Sieg nicht ausreichen, das musste der ZHC Grubenlampe in seiner vierten Heimpartie gegen den HSV Apolda 1990 erfahren. Über die Stationen von 6:4 (14.), 8:5 (16.), 10:6 (20.) und 14:9 (28.) führten die Zwickauer mit fünf Toren, doch am Ende langte es nicht. Nach dem 15:11 für den ZHC zur Halbzeit kippte das Spiel zusehends, und die Gastgeber verloren schließlich mit 26:29.

In der ersten Viertelstunde nach der Pause fand der Tabellendritte gegen den -vorletzten keine Bindung mehr und lag mit 17:20 zurück (45.). Martin Vala sah nach einem Foul die Rote Karte, und in Unterzahl kassierte man einen weiteren Gegentreffer. In der restlichen Zeit kam der ZHC nur einmal noch bis auf zwei Tore heran, zuletzt beim 25:27 (59.). Die Ausfälle von Torjäger Adam Krejcirik (Handverletzung nach fünf Minuten), Tom Steudemann (Rippenprellung) und Martin Vala (Rot) wirkten sich nachteilig aus. "Wir mussten viel improvisieren. Gegen Ende haben wir mit Respekt und Angst gespielt. Wir hatten dennoch genügend Möglichkeiten", gestand Trainer Jiři Tancoš. Viermal knallte der Ball gegen Latte oder Pfosten.

Die sehr erfahrenen Gäste, in deren Reihen fünf Spieler im Alter von 30 bis 37 Jahren standen, kamen nach der Pause auf ein Torverhältnis von 18:11 und errangen im achten Spiel ihren ersten Saisonsieg, der von den 18 mitgereisten Fans lautstark bejubelt wurde. "Wir haben über die gesamte Spielzeit sehr viele technische Fehler gemacht und etliche freie Chancen liegengelassen", betonte Kapitän Torsten Koska. Co-Trainer Florian Weißflog ergänzte: "In der zweiten Halbzeit spielten wir ohne Tempo, und nach vorn hat die Durchschlagskraft gefehlt."

In der Bezirksliga hat der ZHC II gegen HV Oederan mit 26:18 (13:7) gewonnen. "Wir haben ordentlich, diszipliniert und souverän gespielt", lobte Trainer André Keil sein Team. Routinier Oliver Meyer, der sich bereit erklärt hat, nach seiner Verabschiedung aus der ersten Mannschaft weiter in der "Zweiten" zu spielen, und Tobias Trostel verzeichneten einen gelungenen Einstand.

Statistik ZHC: Pour, Inamoto; Koska (1), Kretzschmar (2), Krejcirik (1/1), Schramm (2), Vala (2), Steudemann, Masak (6), Knape, Götze (2), W. Kühn (4), Wenzel, Musteata (6/2)

ZHC II: Zergiebel, Leschak; Pätz (3), Hofmann, Murawski (1), C. Meyer (1), Knöfler (6), Knobloch (1), Reischl (2), Büttner (1), Kühnel (1), O. Meyer (8/4), Trostel (2)

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