Zwei Punkte zum 24. Geburtstag

Sie hat für den BSV jetzt schon 30 Tore mehr erzielt als während ihres Intermezzos in Bad Wildungen. Ihre Rückkehr ist ein Gewinn für den Verein.

Zwickau.

Die Erleichterung stand ihr ins Gesicht geschrieben. Wie ihre Teamkolleginnen wirkte sie ziemlich erschöpft, aber glücklich. "Wir wollten den Sieg unbedingt, und so haben wir uns auch präsentiert", pustete Christina Zuber nach dem 34:29 (18:13)-Erfolg des BSV Sachsen Zwickau gegen die FSG Mainz 05/ Budenheim erstmal durch.

Im achten Einsatz seit ihrer Rückkehr vom Erstligisten Bad Wildungen Vipers steuerte die Rückraumspielerin mit der Nummer 51 auf dem Trikot zehn Treffer für den BSV bei. Sie bereite sich damit selbst ein vorfristiges Geschenk zum gestrigen 24. Geburtstag. Mit dem Treffer zum 9:3 (13.) sorgte sie erstmals in der Partie für eine Sechs-Tore-Führung.

Eine starke Leistung bot ebenfalls Monika Odrowska. Die Polin, die den Verein zum Saisonende verlässt, hat sich nochmal richtig ins Zeug gelegt, sie übernahm vor allem in der ersten Halbzeit Verantwortung. Odrowska brachte ihr Team zu Beginn zweimal in Führung und erzielte vor der Pause vier Treffer in Folge. Beim 16:10 (26.) knallte der Kracher erst ans Gebälk, ehe sie im Nachwurf erfolgreich war.

"Wir sind relativ schnell mit fünf Toren in Rückstand geraten, weil wir in der Deckung zu wenig Aggressivität hatten", bemängelte FSG- Trainer Thomas Zeitz. "Wir haben zu viele einfache Tore zugelassen." Fünf Minuten nach Wiederbeginn lag Zwickau erneut mit sechs Toren vorn, als Jenny Choinowski einen Konter zum 20:14 abgeschlossen hatte. Die durch etliche Ausfälle personell gehandicapten Gäste, die nur eine Torhüterin und neun Feldspielerinnen im Aufgebot hatten, rappelten sich aber nochmal auf und schafften mit einer 7:2-Serie den Anschluss (22:21/41.). Claudia Schückler (10 Treffer) fand immer wieder eine Lücke in der BSV-Abwehr.

"Eine Schwächephase hat jede Mannschaft mal. Man muss uns das auch nachsehen. Eine kraftraubende Saison geht zu Ende, das steckt uns allen in den Knochen", begründete Christina Zuber das kurzzeitige Nachlassen. "Wir haben uns dann aber wieder gefangen." Die Zeitstrafe gegen Katrin Feldmann (42.) kam den Sachsen gerade recht. In Überzahl schraubte Zwickau das Polster auf 25:22 (43.), wobei Josy Kallenberg zweimal binnen 38 Sekunden einnetzte. Mainz kam in der Schussphase nochmal bis auf zwei Tore heran (30:28/57.), bevor Christina Zuber und Alisa Pester den Sack endgültig zuschnürten.

"Auf unserer Mannschaft hat ein großer Druck gelastet, es haben phasenweise die Nerven geflattert, da war das Selbstvertrauen mal kurz abhanden gekommen", analysierte Trainerin Corina Cupcea. "Aber meine Mannschaft hat gekämpft. Es ist mir lieber so, als nach einem guten Spiel ohne Punkte dazustehen."

Mit dem zehnten Saisonsieg hat der BSV Sachsen die Abstiegsplätze wieder verlassen. Jetzt folgen zwei Spiele gegen Mannschaften, die in der Tabelle hinter Zwickau liegen: am kommenden Sonnabend bei der H2Ku Herrenberg, die beim Tabellenletzten Lintfort einen deutlichen 28:21-Sieg verbuchen konnte, und am 13. Mai zu Hause gegen Haunstetten. Das sind erneut Aufgaben, bei denen für das Cupcea-Team nur ein Sieg zählt. Christina Zuber hat schon mal gerechnet: "Ich denke, ein Spiel müssen wir noch gewinnen, ehe wir relativ sicher sein können, dass wir die Liga halten."

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