Zwickau begeistert Rodel-Chefin

Der Sommercup auf der Anlage am Westsachsenstadion hat mit 131 Aktiven aus sechs Nationen eine Top-Resonanz gefunden. Für die Sportdirektorin des Internationalen Verbandes war das allerdings keine große Überraschung.

Zwickau.

Ein besseres Finale hätten sich die Rodler des ESV Lok Zwickau am Sonntag für den 39. Internationalen Sommercup nicht wünschen können. Zunächst gewann Deutschland mit den vier Lok-Athleten Cathleen Martini, Vincent Tröger, Pascal Kunze und Isabell Richter den finalen Ländervergleich um den Pokal der Zwickauer Oberbürgermeisterin vor der Slowakei und Tschechien. Und dann gab es für die Organisatoren Lob von höchster Stelle, nämlich von Marie-Luise Rainer, der Sportdirektorin des Internationalen Rodelverbandes FIL.

"Ich kann dem ESV Lok Zwickau nur ein großes Kompliment aussprechen", sagte die 60-Jährige Italienerin, die als Aktive einst unter anderem den Gesamtweltcup 1985/86 gewonnen hatte. Sie gehört beim Sommercup schon zu den Stammgästen. Und das aus gutem Grund: "Ich bin immer wieder begeistert von Zwickau, denn so einen Wettkampf auf dem Niveau muss man im Ehrenamt erstmal auf die Beine stellen. Dafür sind wir als Verband sehr dankbar", erklärte die Südtirolerin. Sie betont, dass das Kräftemessen auf der 350 Meter langen Plastebahn am Westsachsenstadion auch sportlich einen hohen Stellenwert hat. "Über all die Jahre hat sich gezeigt: Wer sich hier in Zwickau in der Jugend durchsetzen kann, der ist oft später auch bei den großen internationalen Wettkämpfen ganz vorn mit dabei."

Insofern waren für den ESV Lok Zwickau am Wochenende nicht nur die Siege der Ex-Bobpilotin Cathleen Martini bei den Seniorinnen und des WM-Fünften Chris Eißler bei den Männern erfreulich. Vielmehr trugen vor allem auch die zweiten Plätze von Sina Zöllner und Vincent Tröger sowie die dritten Ränge von Liron Raimer und Isabell Richter in den Nachwuchsrennen zur guten Stimmung im Lager des ausrichtenden Vereins bei.

Die 15 Kampfrichter und 20 Helfer um Gesamtleiter André Hederer trotzten nach dem Startwettkampf zum Auftakt am Freitag auch am Wochenende der nasskalten Witterung. "Wir sind nun mal eine Freiluftsportart. Es war trotzdem ein fairer Wettkampf, weil alle die gleichen Bedingungen hatten. Es war am Samstagfrüh für alle nass und am Nachmittag für alle trocken", sagte der 40-jährige Leiter der Abteilung Rodeln des ESV Lok. Eine Absage stand nie zur Debatte: "Die Sportler kamen aus halb Europa angereist. Und solange sich das Wasser in der Bahn nicht staut, ist es auch kein Problem", erklärt André Hederer, der im Seniorenwettbewerb selbst die Rinne hinuntersauste.

Aufmerksamer Beobachter des Geschehens auf und an der Bahn war am Wochenende auch Rainer Scheffler. Der Ehrenpräsident des ESV Lok Zwickau meinte: "Das Wetter war ja nun wirklich nicht überragend. Aber dafür war der Einsatz der Übungsleiter, Kampfrichter und der vielen Helfer überragend. Das kann man gar nicht hoch genug einschätzen." Insofern steht einer erfolgreichen Jubiläumsauflage des Internationalen Sommercups der FIL im nächsten Jahr nichts im Wege. Dann wird sich auch Marie-Luise Rainer bestimmt wieder auf den Weg machen. Schließlich beginnen in den nächsten Tagen Umbauarbeiten an der Zwickauer Bahn im Zielbereich, weil die modernen Schlitten immer schneller werden. "Ich bin schon gespannt, wie es nächstes Jahr aussieht", sagte die Rodel-Chefin.

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