Zwickau sorgt für zufriedene Segelflieger

Ein Bayer und ein Hesse haben die Trophäen bei der Deutschen Meisterschaft abgeräumt. Grund zur Freude hatten aber auch einige andere Starter - sowie der Ausrichter.

Zwickau.

Ausgelassene Stimmung herrschte am Freitagabend bei den Segelfliegern in Zwickau. Kein Wunder, denn es war der letzte Wertungstag der Deutschen Meisterschaften in der Club- und Standardklasse. Bereits zum neunten Mal hatte der Aero-Club Zwickau die besten Segelflieger des Landes empfangen. Mehr zu feiern gab es nur noch am nächsten Morgen, als die frisch gebackenen Deutschen Meister bei der Siegerehrung gekrönt wurden.

"Es waren alle sehr zufrieden. Wir haben viel positive Resonanz aus den Reihen der Teilnehmer bekommen. Es gab keine Unfälle, und das ist ja das wichtigste", sagte der Zwickauer Vereinsvorsitzende Joachim Lenk, der seit 27 Jahren dem Verein vorsteht. Stefan Langer von der SFG Donauwörth/Monheim aus Bayern erreichte 5300 Gesamtpunkte und schlug auf einer Standard Cirrus 43 Kontrahenten in der Clubklasse. In der mit 40 Startern besetzten Standardklasse hatte Jan Omsels vom LSC Bad Homburg (Hessen) auf einer Discus 2a mit 5325 Punkten die Nase vorn. Für beide ist der Titelgewinn zugleich mit der Qualifikation für die WM 2020 in Stendal (Sachsen-Anhalt) verbunden.

Dort werden auch Enrique Levin (Standardklasse, 5202) und Uwe Wahlig (Clubklasse, 5135 Punkte), die in ihrer Klasse jeweils Rang 2 erreichten, Deutschland vertreten. Knapp an der WM vorbeigesegelt sind Uwe Melzer (5088) in der Club- und Frederik Hein (5085) in der Standardklasse. Zusammen mit den Viertplatzierten lösten sie aber das Ticket für die EM 2021 in Litauen. Zudem bilden die acht Segelflieger die deutsche Nationalmannschaft.

Beide Sieger von Zwickau hatten bereits vor dem Flug der längsten Strecke am Donnerstag die Spitzenposition inne. 416,3 Kilometer hieß es für die Flieger der Standardklasse am siebten Wertungstag zu absolvieren, in der Clubklasse waren es 373,1 Kilometer. Dabei stellten die Starter auch einen neuen Rekord auf. Eine Stunde und zwei Minuten dauerte es nur, bis das gesamte Starterfeld in der Luft segelte.

"Zwickau präsentiert sich immer mit komplizierten Wetterverhältnissen. Das machte die Sache für die Piloten höchst anspruchsvoll", sagte Werner Meuser, der zum dritten Mal die sportliche Leitung der Meisterschaften übernahm. Der Marburger spricht aus Erfahrung. Er gewann die Weltmeisterschaften 1997 und 2001 in der 15-Meter-Klasse und fand für die Meisterschaft lobende Worte. "Der Flugplatz in Zwickau steht deutschlandweit an erster Stelle. Was der Aero-Club Zwickau bietet, ist sportlich auf einem ganz hohen Niveau", sagte der 67-jährige.

Einziger Wermutstropfen für den Ausrichter ist der Ausfall des traditionellen Flugplatzfestes. Aufgrund der Meisterschaft wird es in diesem Jahr pausieren. "Dann haben wir die 20. Auflage in 2020, das ist doch auch was", sagte Joachim Lenk.

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