Zwickauer Fußball-Idol feiert heute 85. Geburtstag

Für Alois Glaubitz war der Klassenerhalt des FSV das erste Geschenk

Zwickau.

Zwei Tage vor seinem Geburtstag war es nicht zu übersehen: Alois Glaubitz kann sich nach wie vor herrlich für den Fußball und seinen FSV Zwickau begeistern. Nach dem entscheidenden 5:2-Sieg des Drittligisten am Samstag gegen den TSV 1860 München strahlte der Mann, der am heutigen Montag seinen 85. Geburtstag begeht. "Ich freue mich enorm, dass unsere Mannschaft vor so einer tollen Kulisse von fast 8000 Zuschauern gegen die Löwen so klar gewonnen hat und vorzeitig den Klassenerhalt sicherte. Jetzt können wir den letzten zwei Punktspielen in Ruhe entgegensehen", sagte er.

Für "Al", wie er in Sport- und Freundeskreisen kurz genannt wird, war das 5:2 also eine Art vorzeitiges Geburtstagsgeschenk. Denn er geht noch regelmäßig zu den Spielen seines langjährigen Vereins, bei dem er ja auch zum ersten Ehrenmitglied ernannt wurde. "Ich freue mich noch genauso wie zur aktiven Zeit. Der FSV hat sich in der 3. Liga etabliert", sagte das Zwickauer Idol.

Alois Glaubitz absolvierte in der DDR-Oberliga für die BSG Motor/ Sachsenring Zwickau insgesamt 428 Punktspiele von 1956 bis 1973. Auf mehr brachte es nur Eberhard Vogel (FC Karl-Marx-Stadt/Carl Zeiss Jena) mit 440. Darüber hinaus wurde Alois Glaubitz als Spieler zweimal (1963, 1967) und als Funktionär einmal FDGB-Pokalsieger (1975).

Zum anstehenden Ehrentag kramt er gerne alte Geschichten heraus. "Ich kann mich an sehr viele positive Dinge erinnern, an meinem ersten Pokalerfolg am 1. Mai 1963 in Altenburg gegen Chemie Zeitz (3:0), an die Orientreise, die wir 1960 zum Herbstmeister in der Oberliga als Auszeichnung erhielten und besonders an den dritten Pokalsieg am 14. Juni 1975 in Berlin gegen Dynamo Dresden." Zwickau gewann 6:5 nach Elfmeterschießen. "Die acht Europapokalspiele danach gegen Athen, Florenz, Glasgow und Anderlecht waren für mich und unsere BSG der absolute Höhepunkt", sagt der ehemalige Abwehrspieler.

Groß war bei ihm am Samstag aber auch die Freude, anlässlich des 25. Jubiläums Spieler und Verantwortliche der Zweitliga-Aufstiegsmannschaft von 1994 wiederzusehen, bei der als Mannschaftsleiter fungierte. Der FSV erinnerte in der Pause des Heimspiels gegen 1860 an den Erfolg von damals und konnte neben Trainer Gerd Schädlich auch etliche ehemalige Spieler begrüßen.

Alois Glaubitz geht es seinem Alter entsprechend gut. Einen besonderen Dank richtete er an seine Familie. "Meine Frau Inge hat mich in über 60 Jahren immer hervorragend unterstützt. Ich habe eine Tochter Regina, zwei Enkelkinder und auch schon zwei Urenkel", erzählt der Jubilar, der als sehr zugänglicher Typ gilt und der immer auch für einen Scherz zu haben ist. Der 85-Jährige hat zwei Hobbys. Nach wie vor ist es der Fußball und dann natürlich sein Garten, in dem er voll aufgeht.

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