Zwickauer ist Europameister

Skatspieler Ingolf Münch hat seiner Titelsammlung einen weiteren Erfolg hinzugefügt. Er war nicht der einzige erfolgreiche Starter aus der Region bei dem Wettbewerb.

Zwickau.

Nach dem Finale war Ingolf Münch ganz schön geschafft. "Da ging erst mal gar nix mehr", erzählt der Skatspieler vom 1. SSC Grand Ouvert Zwickau. Das musste es aber auch nicht. Denn in den Tagen zuvor hatte Münch einmal mehr unter Beweis gestellt, dass er zu den besten seines Fachs auf der Welt gehört. "Einen so souveränen Europameister, der seinen ersten Platz aus der Vorrunde verteidigte und ihn auch in den einzelnen Serien des Finales nicht mehr abgab, gab es schon lange nicht mehr" - so liest sich die Zusammenfassung der Skat-EM auf der Internetseite des internationalen Skatverbandes.

Für Münch, der das Skatspielen als Kind vor allem durchs Zusehen lernte, reiht sich der EM-Titel in eine lange Liste von Erfolgen ein. Erst im Juni wurde er zum zweiten Mal nach 1994 Deutscher Meister, mit der Bundesliga-Mannschaft des 1. SSC gelang mit Rang 3 in diesem Jahr das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte. In seiner Sammlung hat Ingolf Münch aber auch zwei WM-Titel mit der deutschen Mannschaft und zwei Vizeweltmeistertitel stehen. "Nach so vielen Jahren mache ich beim mitzählen auch viel mit Routine. Das mag sehr selbstbewusst klingen, aber ich verzähle mich nie", sagt Münch. Damit es wie bei der Europameisterschaft am Ende zum Sieg reicht, brauche es aber auch ein wenig Glück bei den Karten. Und das hatte der Zwickauer im Feld der 16 Finalisten offensichtlich. "So ein starkes Finale gab es selten. Da waren locker zehn bis zwölf Mann, die alle hätten gewinnen können", betont Münch.

Neben dem Turnier selbst gefiel ihm die besondere Atmosphäre bei der 21. Auflage der EM. Erstmals waren die rund 400 Skatspieler aus 13 Nationen nicht in einem Hotel, sondern auf einem Kreuzfahrtschiff aktiv. "Das war eine ansprechende Idee der Organisatoren. Für die mitgereisten Schlachtenbummler gab es so viel zu sehen", sagt Münchs Vereinskollege Bernd Eisenkolb. Für den dreifachen Senioren-Weltmeister reichte es an Bord der Costa Pacifica diesmal zu Platz 3 in der Seniorenwertung und Rang 29 im Gesamtklassement.

Erfolgreich verliefen die Titelkämpfe auch für Nadine Schild vom SC Herzbuben Meerane. Nach Platz 4 bei der Junioren-WM im vergangenen Jahr in Berlin stand diesmal der Sieg für die junge Westsächsin zu Buche. Für Ex-Weltmeisterin Ina Hoffmann von FiS Zwickau hingegen lief es auf dem Kreuzfahrtschiff nicht ganz so gut und sie konnte sich wie auch die weiteren drei Zwickauer Starter nicht in die Siegerlisten eintragen. Im nächsten Jahr übrigens haben die Skatspieler bei der WM wieder festen Boden unter den Füßen - die wird im kanadischen Edmonton ausgetragen.

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