Martin Schmitt zu Peking: Alles außer Kommerz «zweitrangig»

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Nischni Tagil (dpa) - Der frühere Weltklasse-Skispringer Martin Schmitt hat die Vergabe der Olympischen Winterspiele nach Peking scharf kritisiert.

Mit Bezug auf die derzeit als verschwunden geltende chinesische Tennisspielerin Peng Shuai sagte Schmitt dem Online-Portal «Spox»: «Das sind krasse Sachen. Da kann man als Sportorganisation, die sich Fairplay und salopp gesagt die heile Welt auf die Fahne schreibt, nicht komplett wegschauen. Ich habe schon das starke Gefühl, dass kommerzielle Interessen überwiegen und alles andere zweitrangig ist.»

Da könne man «noch so schöne Marketingkampagnen starten, die sind am Ende nichts wert», fügte der 43-Jährige an. Schmitt hat bei den Olympischen Spielen 1998, 2002 und 2010 jeweils eine Medaille geholt, einmal sogar Gold. Er hätte die nächsten Winterspiele lieber in  München oder im Alpenraum gesehen. «Den olympischen Gedanken in die ganze Welt zu tragen, ist ja grundsätzlich positiv, die Umsetzung ist aber sicher verbesserungswürdig», kritisierte Schmitt.

Das könnte Sie auch interessieren