Matchball Nummer eins für Marquez

Der spanische Motorradpilot kann sich am Sonntag in Thailand zum achten Mal zum Weltmeister krönen. Und das, obwohl noch vier weitere Rennen auf dem Programm stehen.

Chemnitz.

Die Konkurrenz von Marc Marquez hat bereits aufgegeben. "Die WM ist gelaufen", sagte Andrea Dovizioso vor dem Motorrad-Grand-Prix in Thailand am Wochenende. Der italienische Ducati-Pilot ist der einzige Fahrer in der MotoGP-Klasse, der zumindest rechnerisch noch die Chance hat, den Titelverteidiger abzufangen. 98 Zähler Rückstand hat Dovizioso fünf Rennen vor Saisonende auf Marquez. Das bedeutet: Gewinnt der Spanier am Sonntag in Buriram, ist ihm sein sechster WM-Titel in der Königsklasse und sein achter insgesamt nicht mehr zu nehmen.

Die Situation ist für den 26 Jahre alten Honda-Piloten nicht neu: Bei allen seinen fünf Königsklassen-Triumphen hatte Marquez die Chance, sich vorzeitig die Krone aufzusetzen. Dreimal nutzte er gleich den ersten Matchball. Große Ansagen vermeidet Marquez allerdings. "Unsere Herangehensweise ändert sich auch unter den gegebenen Umständen nicht. Wir werden uns wie immer bemühen, am Rennsonntag so stark wie möglich zu sein", erklärte der Katalane vor dem ersten freien Training am Freitag.

Dass noch etwas schiefgehen wird, daran dürfte aber auch der Dominator der diesjährigen Saison nicht mehr zweifeln. Nur einmal kam der amtierende Champion 2019 nicht ins Ziel. Im texanischen Austin - ausgerechnet eine seiner Lieblingsstrecken - stürzte Marquez in Führung liegend. Alle anderen Grands Prix beendete er als Sieger oder Zweiter. Letzteres würde übrigens ebenfalls zum vorzeitigen WM-Triumph reichen, wenn Dovizioso nicht gewinnt.

"Angesichts des Levels der Fahrer und Motorräder liefert Marquez eine erstaunliche Saison ab", sagte zuletzt Lin Jarvis, Renndirektor von Yamaha, im Interview mit gpone.com. Vor vier Jahren hatte das japanische Werksteam letztmals mit dem Fahrer Jorge Lorenzo den Titel geholt - und damit etwas Einzigartiges geschafft. Seit Marquez 2013 in der MotoGP-Klasse debütierte, musste sich das Ausnahmetalent in der Gesamtabrechnung nur in eben jenem Jahr geschlagen geben. "Wenn wir ehrlich sind, hat im Moment nur ein Fahrer die Fähigkeit, den Titel zu gewinnen, und das ist Marc Marquez", verdeutlicht Yamaha-Chef Jarvis die Vormachtstellung von Marquez und Honda.sesi

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