Max Lang: Generalprobe für die WM

Das Gewichtheberturnier um den Pokal der Blauen Schwerter ab Donnerstag in Meißen hat eine neue Wertschätzung erhalten.

Meißen.

Seit der Wiederbelebung 2012 hat Max Lang, der lange Zeit für den Chemnitzer AC an die Hantel ging, dreimal (2012, 2013, 2017) die wertvolle Vase aus Meißner Porzellan gewonnen. Das ist ihm in der Geschichte des Gewichtheberturniers um den Pokal der Blauen Schwerter bislang als einzigem Teilnehmer gelungen. Ob er bei der 30. Auflage des Traditionswettkampfes erneut im Spitzenfeld landen kann, ist schwer einzuschätzen. Denn die Konkurrenz ist so stark wie noch nie: Rund 100 Athleten, darunter zahlreiche Medaillengewinner von Olympischen Spielen, WM und EM, aus 18 Nationen haben ihre Zusage gegeben. Die Resonanz hochkarätiger Athleten mit Olympiasiegerin Lidia Valentin aus Spanien an der Spitze ist deshalb so groß, weil die Veranstaltung zu den Qualifikationsturnieren für Olympia 2020 in Tokio gehört. Diese sind vom Weltverband IWF vorgeschrieben, weil sich jeder Kandidat im Vorfeld der Sommerspiele mehrfach zeigen und dabei Punkte für das eigene Startrecht erkämpfen muss.

Max Lang möchte sich in Japan endlich seinen Olympiatraum erfüllen, nachdem er 2016 nur ganz knapp an der Nominierung vorbeigeschrammt war. Auf dem Weg dahin besitzen die Auftritte in Sachsen für ihn einen besonderen Wert. "Es ist die Generalprobe für die WM Mitte September. Ich habe mich gut vorbereitet und bin gespannt, wie ich alles umsetzen kann", meinte der 26-Jährige, der sich etwas verändert vorstellen wird. Nach der Neueinteilung der Gewichtsklassen sah er keine Chance gegen Europameister Nico Müller (Obrigheim) in der für ihn eigentlich angedachten Kategorie bis 81 kg um das Olympiaticket zu kämpfen. Deshalb entschied er sich langfristig, in das Limit bis 73 kg zu wechseln. "Ich bin jetzt etwa bei 75 Kilogramm, weiter Gewicht zu machen, wäre mit Blick auf die WM einfach Blödsinn", erklärte der Auswahlakteur, der auch wegen seines sympathischen Auftretens in Meißen längst der Publikumsliebling ist. Und als er bei seinem dritten Erfolg 2017 die Vase den Organisatoren als Dankeschön schenkte, hatte er endgültig die Herzen der Anhänger erobert. "Ich freue mich riesig auf Meißen, möchte einen guten Wettkampf zeigen und auch Spaß haben", blickte Max Lang, der inzwischen mit Freundin Caroline in Sandhausen wohnt und in Mutterstadt bei André Dörrzapf trainiert, voraus.. Die Reise in seine Heimat verknüpft er zudem mit einem Besuch bei den Eltern in Drebach.

In Meißen beginnt sein Wettkampf am Freitag um 17 Uhr, insgesamt stehen sieben Veranstaltungen auf dem Programm. "Restkarten gibt es noch an der Tageskasse, die Entscheidung am Sonnabendabend ist aber ausverkauft", berichtete Michael Hennig vom enthusiastischen Organisationsteam, das gerade seine bisher größte Herausforderung meistert.

Wettkämpfe: Donnerstag: 17 Uhr; Freitag, Sonnabend: jeweils 10 Uhr, 13.30 Uhr, 17 Uhr.

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