Auf dem Lusail International Circuit macht auch die Formel 1 Station. (Archivbild)
Auf dem Lusail International Circuit macht auch die Formel 1 Station. (Archivbild) Bild: David Davies/PA Wire/dpa
Motorsport
Krieg im Nahen Osten: Langstrecken-WM in Katar verschoben

In Katar sollte Ende März eigentlich die Langstrecken-WM beginnen. Doch die Eskalation in der Nahost-Region lässt das nicht zu. Der Motorsport-Weltverband reagiert.

Lusail/Doha.

Infolge des Iran-Kriegs ist der vom 26. bis zum 28. März in Katar geplante Saisonstart der Langstrecken-Weltmeisterschaft verschoben worden. Die "Sicherheit der Teilnehmer, Mitarbeiter und Fans" habe "oberste Priorität", begründete der Motorsport-Weltverband Fia nach Rücksprache mit dem Katarischen Automobil- und Motorradverband (QMMF) über die aktuelle geopolitische Lage die Entscheidung.

Zu gegebener Zeit soll mitgeteilt werden, wann genau die Veranstaltung über 1812 Kilometer auf dem Lusail International Circuit nördlich der Hauptstadt Doha in der zweiten Saisonhälfte nachgeholt werden könne. Die Langstrecken-WM startet nun mit dem eigentlichen zweiten Rennen, den sechs Stunden von Imola, vom 17. bis zum 19. April in der Emilia-Romagna. Am 7. November soll die Rennserie ihre Saison in Bahrain beschließen.

"Die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Gemeinschaft werden für die Fia immer oberste Priorität haben", erklärte Fia-Präsident Mohammed ben Sulayem. Der Motorsport-Weltverband beobachte weiter "die Entwicklungen in der Region, und unsere Gedanken sind bei allen, die von den jüngsten Ereignissen betroffen sind. Wir hoffen auf Ruhe, Sicherheit und eine Rückkehr zur Stabilität." Nach den amerikanisch-israelischen Angriffen auf den Iran ist die Lage im Nahen Osten unsicher. (dpa)

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