Rainer Schüttler ist nicht mehr Teamchef der deutschen Tennis-Damen.
Rainer Schüttler ist nicht mehr Teamchef der deutschen Tennis-Damen. Bild: Mathias Schulz/dpa
Sport-Mix
Nach DTB-Abstieg: Tennis-Teamchef Schüttler tritt zurück

Die deutschen Tennis-Frauen sind 2026 im Billie Jean King Cup nur noch zweitklassig. Teamchef Rainer Schüttler zieht nun die Konsequenz.

Berlin.

Nach dem Abstieg der deutschen Tennisspielerinnen aus der Weltgruppe des Billie Jean King Cups ist Rainer Schüttler als Teamchef zurückgetreten. Damit möchte der 49-Jährige "Raum für neue Impulse und eine personelle Neuausrichtung schaffen", wie der Deutsche Tennis Bund (DTB) mitteilte.

Schüttler hatte das Amt des Teamkapitäns im Jahr 2020 übernommen. Unter seiner Leitung erreichte die Mannschaft in den vergangenen fünf Jahren dreimal die Finals des Nationenwettbewerbs, am Sonntag folgte aber der bittere Abstieg in die Zweitklassigkeit.

"Ich habe diese Aufgabe mit großer Leidenschaft ausgeübt und bin stolz auf die Entwicklung der Spielerinnen und des gesamten Teams. Nach dem enttäuschenden Ausgang der Playoffs ist jetzt der richtige Zeitpunkt, Verantwortung zu übernehmen und Platz für neue Akzente zu machen", sagte Schüttler laut Mitteilung.

Nach Analyse kommt die Suche nach Nachfolger

Der DTB will in den kommenden Wochen die sportliche Situation "umfassend analysieren" und dann nach einer geeigneten Nachfolgerin oder einem geeigneten Nachfolger für das Amt des Teamkapitäns suchen. "Mit seinem großen Einsatz, seiner fachlichen Expertise und seiner menschlichen Art hat er über die vergangenen fünf Jahre die Mannschaft immer wieder zu Bestleistungen geführt", sagte DTB-Vorstand Veronika Rücker und dankte Schüttler für seine Arbeit.

Schnelle Entscheidung

Die deutschen Tennisspielerinnen waren bei den Playoffs des Billie Jean King Cups nach Niederlagen gegen die Türkei am Freitag und gegen Belgien am Sonntag nach zwölf Jahren in der internationalen Elite in die Zweitklassigkeit abgestürzt. Diese hatte 2014 begonnen, als das Event noch Fed Cup hieß. Damals stürmte die Auswahl mit Stars wie Angelique Kerber und Andrea Petkovic bis ins Finale. Jetzt fehlten in Tatjana Maria, Laura Siegemund und Eva Lys drei Top-50-Spielerinnen.

Nach dem Aus hatte Schüttler zunächst noch angekündigt, im Dezember mit den Spielerinnen sprechen zu wollen. Verbandspräsident Dietloff von Arnim sagte der dpa auf die Frage nach einer möglichen Trennung von Schüttler wegen des Abstiegs: "Wir sind ja kein Fußballverein." Jetzt traf Ex-Profi Schüttler eine schnelle Entscheidung. (dpa)

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