Nach Spielabbrüchen: Halle setzt keine Schiedsrichter an

Halle (dpa) - Der Schiedsrichterausschuss des Fußball-Stadtverbandes Halle wird für zwei Spieltage im Stadtfußball keine Schiedsrichter ansetzen. Das berichtet die «Mitteldeutsche Zeitung» am Mittwochabend in ihrer Online-Ausgabe. Betroffen seien demnach die Spiele von der Stadtoberliga abwärts am dritten Adventswochenende sowie am 14. und 15. März 2020. Die Partien werden voraussichtlich ausfallen.

Laut dem Bericht soll es in diesem Jahr zu drei Spielabbrüchen nach Angriffen auf Schiedsrichter gekommen sein. Der jüngste Vorfall habe sich am vergangenen Wochenende bei der Partie zwischen Roter Stern Halle II und der TSG Wörmlitz-Böllberg II ereignet. Des Weiteren wurden mehrere Platzverweise wegen Schiedsrichter-Beleidigung ausgesprochen. «Dieser Umgang mit den Schiedsrichter/-innen, egal welchen Alters, ist an einem Punkt angelangt, der für uns als Verantwortliche nicht mehr zu tolerieren ist», wird Marcel Theumer, Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses im Stadtverband, zitiert.

Der Funktionär will seine Schiedsrichter schützen. Er hofft, dass in den Vereinen ein Umdenken einsetzt. Theumer verlangt mehr Respekt und einen besseren Schutz für die Schiedsrichter: «Wir haben lange über diese Maßnahme diskutiert und natürlich auch andere Schritte besprochen und in Erwägung gezogen. Am Ende sind wir zu dem Entschluss gekommen, mit dieser Aktion ein Zeichen setzen zu wollen und zu müssen.»

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