Fußball
Nervenstarker Gastgeber: Marokko folgt Senegal ins Finale

Rekordsieger Ägypten scheidet im Duell mit dem Senegal aus. Für die Entscheidung sorgt ein früherer Bayern-Profi. Im Finale wartet der Gastgeber, der Nigeria besiegt.

Rabat/Tanger.

Gastgeber Marokko und der Senegal haben das Finale des Afrika Cups erreicht. Angefeuert von seinem lautstarken Heimpublikum behielt der WM-Vierte von 2022 im zweiten Halbfinale des Tages die Nerven und gewann im Elfmeterschießen mit 4:2 gegen Nigeria. Zum Held in der Hauptstadt Rabat wurde Torhüter Bono, der zwei Elfmeter parierte. Marokko steht damit zum ersten Mal seit 2004 wieder im Endspiel und kämpft am Sonntag (20.00 Uhr) um den ersten Titel seit 50 Jahren.

Sowohl nach 90 als auch nach 120 Minuten war es in einem umkämpften Duell torlos geblieben. Die beste Möglichkeit vergab Marokkos Nayef Aguerd per Kopfball an den Außenpfosten (93.).

Mané trifft zum Sieg

Bereits zuvor gewann der Senegal dank Ex-Bundesliga-Star Sadio Mané mit 1:0 (0:0) gegen Rekordsieger Ägypten. Der frühere Münchner erzielte den einzigen Treffer (78. Minute) im marokkanischen Tanger. 

Mit Mohamed Salah und Omar Marmoush bei Ägypten sowie den beiden Senegalesen Nicolas Jackson vom FC Bayern und Mané verfügen beide Teams über herausragende Offensivkünstler. Gefährliche Aktionen ließen aber lange auf sich warten. Senegal, Gewinner von 2022, hatte mehr vom Spiel, agierte aber kaum zwingend. Ägypten konzentrierte sich vorwiegend auf die Defensivarbeit. 

Es brauchte daher Manés Geniestreich aus der Distanz. Auch in der Schlussphase machte Ägypten zu wenig. Erst in der 84. Minute kam der siebenmalige Champion durch Mostafa Mohamed zum ersten Abschluss. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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