Neuer Gesellschafter für Krefeld Pinguine: KFC-Präsident Ponomarew steigt ein

Die seit Jahren gebeutelten Krefeld Pinguine aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hoffen durch einen aufsehenerregenden Gesellschafterwechsel auf die Rückkehr zu alten Erfolgen. Wie der Klub am Dienstag bestätigte, steigt Michail Ponomarew beim deutschen Meister von 2003 ein. Der russische Unternehmer übernimmt damit in Krefeld eine bemerkenswerte Doppelrolle: Derzeit ist er als Präsident auch am Aufschwung des Fußball-Drittligisten KFC Uerdingen beteiligt.

"Michail Ponomarew habe ich in den vergangenen Monaten kennen und schätzen gelernt", sagte Wolfgang Schulz, Aufsichtsratsvorsitzender der Pinguine: "Wir möchten den DEL-Standort Krefeld nicht nur erhalten, sondern die Grundlage für eine positive Zukunft der Pinguine auf Gesellschafterebene legen und vergangene Erfolge wiederholen. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm."

Ponomarew war zuvor schon Gesellschafter beim englischen Fußball-Klub AFC Bournemouth und beim Eishockey-Traditionsklub Düsseldorfer EG gewesen. Er übernimmt in Krefeld nun die Anteile des langjährigen Gesellschafters Dieter Berten. "Ohne Dieter Berten wäre Eishockey in Krefeld, vor allem in den vergangenen Jahren, auf DEL-Niveau nicht möglich gewesen", sagte Schulz: "Er war in weniger erfolgreichen Spielzeiten immer bereit, Verluste mitzutragen und finanzielle Löcher zu stopfen."

In der Sportstadt Krefeld ist Ponomarew längst kein Unbekannter mehr. Dem KFC Uerdingen gelang in den zwei Jahren seiner Präsidentschaft der Durchmarsch von der fünften in die dritte Liga, in Zukunft will der Klub in die 2. Bundesliga zurückkehren.

Für die Pinguine geht es seit vier Jahren bergab, zudem musste der Klub immer wieder um die Lizenz bangen. Die vergangenen beiden Spielzeiten hatte Krefeld als Tabellenletzter der DEL-Hauptrunde abgeschlossen, 2015 standen die Pinguine zuletzt in den Vor-Play-offs. Eine Saison zuvor hatten sie es als Hauptrundenzweiter noch in die Endrunde der besten Acht geschafft.

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