Hendrik Wüst hat über das angepasste Bewerbungskonzept informiert.
Hendrik Wüst hat über das angepasste Bewerbungskonzept informiert. Bild: Elisa Schu/dpa
Sport-Mix
Neues Olympia-Konzept in NRW: Köln als "Leading City"

NRW passt sein Bewerbungskonzept für Olympia und Paralympics an. Eine rheinische Metropole rückt ins Zentrum. Ministerpräsident Wüst spricht auch schon über Tickets.

Düsseldorf.

Die Stadt Köln rückt ins Zentrum des Olympia-Bewerbungskonzepts von Nordrhein-Westfalen. "Wir bewerben uns um Olympische und Paralympische Spiele mit Köln als Leading City", sagte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) in Düsseldorf. Der 50-Jährige traf sich dort mit Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen, die an der Bewerbung beteiligt sind.

"Wir machen Deutschland und der Welt ein Angebot für die kompaktesten, nachhaltigsten und spektakulärsten Olympischen Spiele", sagte Wüst. "Das stärkste Angebot für die Olympischen Spiele kommt von uns, kommt aus Nordrhein-Westfalen."

Leichtathletik und Olympisches Dorf in Köln

Unter anderem das Leichtathletik-Stadion soll in Köln - und nicht, wie auch mal möglich schien - in Essen entstehen. Es soll im Norden der rheinischen Metropole als temporäre Anlage gebaut werden, von der Teile später anders weiter genutzt werden. Auch das Olympische Dorf ist dort geplant. "Rund 95 Prozent der Athletinnen und Athleten werden im zentralen Olympischen Dorf untergebracht werden können", sagte Wüst.

Andere Sportstätten verteilen sich, wie bereits von Beginn an angedacht, in anderen Kommunen in Nordrhein-Westfalen. So sollen die Schwimm-Wettkämpfe beispielsweise in Gelsenkirchen stattfinden, Fußball in Dortmund und Hockey in Mönchengladbach gespielt werden. "Diese Bewerbung wird von vielen starken Schultern getragen", sagte Wüst.

Wüst: Rund 14 Millionen Tickets

NRW will die bestehende Stadion-Infrastruktur nutzen und als bevölkerungsreichstes Bundesland mit vielen Besuchern punkten. "Momentan gehen wir davon aus, dass wir rund 14 Millionen Tickets anbieten können. Ein absoluter Spitzenwert", sagte Wüst. Das heiße auch, dass man mehr erschwingliche Tickets anbieten könne.

Bisher lief die Bewerbung für die Olympischen Spiele unter dem Namen "Rhein-Ruhr". Zuletzt war schon spekuliert worden, dass Köln eine wichtigere Rolle zukommen könnte.

Nordrhein-Westfalen möchte ebenso wie München, Berlin und Hamburg als deutscher Kandidat für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 ins Rennen gehen. Für den 19. April 2026 sind in NRW Bürgerentscheide über Olympische und Paralympische Spiele in den teilnehmenden Städten und Kommunen geplant. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will bis Herbst 2026 entscheiden, welcher der deutschen Bewerber es wird. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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