Olympiasiegerin Spitz verzichtet auf WM-Teilnahme

Sabine Spitz verzichtet auf die Weltmeisterschaft

Peking-Olympiasiegerin Sabine Spitz (Murg) wird bei den Weltmeisterschaften in Lenzerheide nicht an den Start gehen. Deutschlands erfolgreichste Mountainbikerin ist nach ihrer Rückenverletzung noch nicht wieder in Topform. "Die Zeit seit meiner Verletzung war einfach nicht ausreichend. Wenn ich in ein WM-Rennen rein gehe, habe ich meine Ansprüche, und die kann ich in meiner aktuellen Verfassung nicht erfüllen", sagte die 46-Jährige.

Ursprünglich wollte Spitz ihre Cross-Country-Karriere mit dem Auftritt bei der WM auf höchstem Niveau beenden. "Ich könnte es nicht genießen. Ein letztes Mal auf dieser Bühne präsentieren? Ja, aber nicht so", sagte Spitz, die seit 1995 bei jeder WM in der olympischen Disziplin dabei war und fünf Einzel- und zwei Team-Medaillen gewonnen hat. Nur 2013 in Pietermaritzburg konnte sie nach einem Trainingssturz auf der WM-Strecke nicht an den Start gehen.

Bundestrainer Peter Schaupp bedauerte, dass Spitz so von der Cross-Country-Bühne abtreten muss. "Sabine hat mit ihren Erfolgen so viel für unsere Disziplin getan, ich hätte ihr einen schöneren Abschied gewünscht. Den hätte sie auch verdient", sagte Schaupp: "Aber ich kann die Begründung nachvollziehen. Sie hat eben einen gewissen Anspruch an sich."

Spitz war im Juli beim Weltcup in Val di Sole schwer gestürzt und hatte danach wochenlang mit Problemen im Nacken- und Schulterbereich zu kämpfen. Wie Spitz ihre Karriere fortsetzen will, ist noch nicht bekannt. Der Start bei der Marathon-WM im italienischen Auronzo di Cadore (15. September) ist allerdings fest eingeplant.

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