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Piräus nach Gewinn der Conference League in Ekstase

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In Griechenland herrscht nach dem Europapokal-Triumph von Olympiakos große Euphorie. Bis in die Morgenstunden wird gefeiert. Ein älterer Fan erinnert sich an die EM-Sensation unter Otto Rehhagel.

Piräus.

Griechische Fußball-Fans haben den überraschenden Gewinn der Conference League durch den nationalen Rekordmeister Olympiakos Piräus ausgiebig gefeiert.

Sekunden nach dem Abpfiff des Endspiels gegen den italienischen Club AC Florenz (1:0 nach Verlängerung) waren zehntausende Menschen landesweit auf die Straßen geströmt. In Piräus wurde mit Feuerwerk, Leuchtkugeln und Pyrotechnik aller Art die Nacht zum Tag verwandelt, wie das griechische Fernsehen berichtete.

"So viele feiernde Menschen haben wir seit 20 Jahren nicht gesehen", sagte ein älterer Mann. Er erinnerte sich an ähnliche Begeisterung nach dem unerwarteten Triumph der griechischen Nationalelf bei der EM 2004 unter dem damaligen Trainer Otto Rehhagel.

"Fieberwahn überall", titelte die griechische Sportzeitung "Protathlitis". Die Feierlichkeiten erreichten ihren Höhepunkt, als die Mannschaft von Olympiakos den zentralen Platz von Piräus erreichte. Dort hatten nach Schätzungen der Polizei rund 30.000 Fans auf einem großen Bildschirm das Finale verfolgt. Viele waren bereits zehn Stunden vor Beginn des Spiels zum Platz vor dem Rathaus gegangen, um sich eine gute Sicht zu sichern.

Die Feier klang gegen 6.00 Uhr am Morgen aus. Viele Menschen seien direkt zur Arbeit gegangen, berichteten griechische TV-Sender in ihren Morgenmagazinen. Zu Gewaltexzessen, die den griechischen Fußball seit Jahren plagen, kam es nicht. Rund 5000 Polizisten waren im Einsatz.

Nun sei es Zeit, "endlich aus diesem Erfolg wirkliche Gewinne zu ziehen", meinten Sportredakteure am Donnerstag. Die großen Mannschaften und Fans des Landes sollte dieser Erfolg dazu bewegen, mehr in die Organisation zu investieren und vor allem den Hass zu vergessen, hieß es. Der griechische Fußball wird immer wieder von Gewalt erschüttert, die in den vergangenen Jahren auch Menschenleben gefordert hat. (dpa)

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