Radsport: Landis will eigenes Team gründen

Floyd Landis plant seine Rückkehr in den Radsport. Der 42-Jährige, dem wegen Dopings der Tour-de-France-Sieg 2006 aberkannt wurde, hat zur kommenden Saison die Gründung eines eigenen Rennstalls angekündigt. Das Team soll nach seiner Firma (Floyd's of Leadville) benannt, in Kanada registriert und mit einer drittklassigen Continental-Lizenz ausgestattet werden. Das kündigte Landis im Gespräch mit dem Wall Street Journal an.

"Ich habe ein widersprüchliches Verhältnis zum Radsport, jeder weiß das. Aber ich mag diesen Sport noch immer", sagte Landis: "Ich bereue, was passiert ist, aber du kannst nicht in die Vergangenheit reisen und deine Entscheidungen revidieren. Zumindest können die Leute sehen, dass ich nach vorne schaue." Das Team soll vor allem jungen Fahrern aus Nordamerika Entwicklungschancen bieten.

Landis vertreibt mit seinem Unternehmen in Denver/Colorado Cannabis-Produkte. In den Schlagzeilen stand er zuletzt im April durch den juristischen Vergleich mit seinem ehemaligen Teamkollegen, dem tief gefallenen Radstar Lance Armstrong. Der Texaner hatte sich im letzten noch laufenden Rechtsstreit nach seinem Dopinggeständnis mit der US-Regierung und Landis auf eine Ausgleichszahlung in Höhe von fünf Millionen Dollar verständigt.

Wie Armstrong steht auch Landis für eine dunkle Epoche des Radsports. Landis hatte die Tour de France 2006 gewonnen, war aber danach des Dopings überführt worden. Sein Gesamtsieg wurde annulliert. Seine berühmt-berüchtigte Solofahrt auf der 17. Etappe gilt rückblickend als eine schwarze Stunde für den Sport.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...