Rodlerin Taubitz glaubt an Corona-Einsatz als Sportsoldatin

Annaberg-Buchholz (dpa) - Rodlerin Julia Taubitz rechnet im Rahmen ihres Dienstes bei der Bundeswehr mit einem Einsatz in Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie. «Das kann ich mir vorstellen. Unsere beim Heer beschäftigten österreichischen Sportkollegen sind schon zum Helfen eingezogen worden, sie räumen Supermarktregale ein», sagte Taubitz der «Freien Presse» (Montag). Die 24-Jährige gehört der Bundeswehr-Sportfördergruppe im thüringischen Oberhof an.

Für konkrete Aufgaben habe Taubitz allerdings noch keine Signale bekommen. «Die Kaserne in Oberhof ist momentan sogar geschlossen, man dürfte nur mit einen Sondergenehmigung rein», sagte Taubitz. Die Vizeweltmeisterin von Sotschi und Gesamtweltcupsiegerin verbringt ihren Urlaub derzeit im heimischen Annaberg-Buchholz. «Ich erledige viele Dinge, die lange liegen geblieben sind, miste aus, bringe Ordnung in meine Sachen. Und ich treibe natürlich jeden Tag Sport, fahre Fahrrad, gehe Joggen, mache Yoga, trainiere Kraft und Stabilität», sagte Taubitz.

Die Sportsoldatin gab zu, dass sie die Ungewissheit mürbe mache. «Was wird mit meinem für Ende April geplanten Bundeswehrlehrgang? Wann kann ich wieder am Stützpunkt trainieren? Auf diese Fragen gibt es keine Antwort», sagte Taubitz. Sie glaube, dass sich der Sport durch die Corona-Krise verändern werde: «Viele Unternehmen werden große wirtschaftliche Schwierigkeiten haben und können den Sport vielleicht nicht mehr so wie bisher unterstützen. Ich denke, die Auswirkungen dieser Krise werden wir noch in einigen Jahren spüren.»

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