Rossis Traum vom zehnten Titel lebt

In Austin musste der Altmeister nur einem Überraschungssieger den Vortritt lassen. Vor dem ersten Europa-Rennen der Saison konnte sich noch kein WM-Favorit einen Vorteil herausfahren.

Austin.

Drei Grands Prix, drei Sieger, drei verschiedene Hersteller ganz oben: Der Saisonstart in der MotoGP-Klasse der Motorrad-WM lässt auf ein spannendes Jahr hoffen. Nach den Erfolgen von Ducati-Pilot Andrea Dovizioso zum Auftakt in Katar und von Titelverteidiger Marc Marquez (Honda) in Argentinien bescherte nun im texanischen Austin Alex Rins Suzuki einen Überraschungssieg. Bevor Anfang Mai in Jerez erstmals in dieser Saison in Europa um Punkte gefahren wird, ist der WM-Stand in der Königsklasse komplett offen. Spitzenreiter Dovizioso hat vor dem viertplatzierten Marquez neun Punkte Vorsprung. Dazwischen liegen Rins und Altmeister Valentino Rossi.

Der 40-Jährige Italiener konnte zwar am Sonntag in den USA Rins dessen Debütsieg nicht streitig machen, die Laune des Yamaha-Piloten war nach Platz zwei dennoch prächtig riesig: "Natürlich hätte ich gern gewonnen, aber es war ein großartiges Ergebnis nach einem großartigen Wochenende. Viel wichtiger noch ist die Erkenntnis, dass wir dieses Jahr richtig gut sein können, dass sich das Motorrad deutlich verbessert hat." Der Traum vom zehnten WM-Titel lebt. Noch mit Cowboyhut auf dem Kopf warf der "Doktor" den Blick auf die Europatour bis zur Sommerpause im Juli. "Jetzt steht die heiße Phase der Meisterschaft an. Jetzt gilt es noch einmal durchzuatmen, bevor es dann Schlag auf Schlag bis zum Sachsenring-Grand-Prix weitergeht", erklärte Rossi und fügte an. "Ich mache mir keine Sorgen: "Wir sind stark und wir arbeiten sehr gut."

Möglich wurde die gute Laune Rossis auch durch einen dicken Patzer seines Rivalen. Marquez steuerte in Austin bereits mit satten Vorsprung seinem siebenten USA-Sieg in Austin entgegen, als aus heiterem Himmel sein Vorderrad wegrutschte und das Rennen vorzeitig beendet war. "Als ich in die Box kam, habe ich mich beim Team entschuldigt. Es war mein Fehler", räumte der 26-Jährige ein. (sesi)


Kornfeil operiert 

Das sächsische Teamin der Moto3-Klasse, PrüstelGP, brachte vom Motorrad-Grand-Prix in den USA keine Punkte, aber schlechte Nachrichten mit. Jakub Kornfeil zog sich bei seinem unglücklichen Sturz - Romano Fenati war vor dem Tschechen zu Boden gegangen - einen Schlüsselbeinbruch zu und musste operiert werden. "Wir sind guter Hoffnung, dass er in Jerez wieder an den Start gehen kann", sagte Teamchef Florian Prüstel am Montag. Kornfeils Teamkollege und Landsmann Filip Salac belegte am Sonntag in Austin Platz 20. (sesi)

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