Routinier Strobel kehrt in DHB-Auswahl zurück - Fäth und Häfner in Warteschleife

Handball-Europameister Martin Strobel (32) kehrt kurz vor der Heim-WM in die deutsche Nationalmannschaft zurück. Der Routinier und Spielmacher des Zweitligisten HBW Balingen-Weilstetten wurde von Bundestrainer Christian Prokop in den 19 Spieler umfassenden Kader für die EM-Qualifikationsspiele gegen Israel (24. Oktober in Wetzlar) und den Kosovo (28. Oktober in Pristina) berufen.

Zudem nominierte Prokop die Nachwuchskräfte Tim Suton (22) und Linkshänder Franz Semper (21), der damit vor seiner Länderspiel-Premiere steht. Nur Reserve für den Quali-Auftakt und den Lehrgang in Wetzlar sind dagegen die 2016-Europameister Steffen Fäth (Rhein-Neckar Löwen) und Kai Häfner (TSV Hannover-Burgdorf).

"Die nun nominierten Spieler haben sich sicher in Position gebracht, aber noch ist der Zug in Richtung Heim-WM für niemanden abgefahren", sagte Prokop. Und Axel Kromer, Vorstand Sport des Deutschen Handballbundes (DHB), unterstrich: "Unser Kader für das Turnier formiert sich. Dieses Aufgebot ist ein deutlicher Fingerzeig, wer auf dem Weg zur Heim-WM gut im Rennen liegt."

Dies scheint auch der Leipziger Rückraumspieler Niclas Pieczkowski zu sein, der bei Prokops Turnier-Debüt bei der EM 2018 Anfang des Jahres in Kroatien noch verletzt gefehlt hatte. Er ist wie Jung-Nationalspieler Suton und der erfahrene Strobel (135 Länderspiele) für die Spielsteuerung vorgesehen. "Martin besitzt eine sehr gute taktische Auffassungsgabe, ist mannschaftsdienlich und hat einen starken Charakter", sagte Prokop.

In den beiden letzten Pflichtspielen vor der WM im Januar geht es für die deutschen Handballer gegen Israel und den Kosovo auch um einen optimalen Start in die EM-Qualifikation. Fortgesetzt wird das Programm der Gruppe 1 im April mit zwei Spielen gegen Polen, die Rückspiele gegen Israel und den Kosovo folgen im Juni. Für die EM 2020, die in Österreich, Norwegen und Schweden ausgetragen wird, qualifizieren sich die ersten beiden Teams jeder der acht Gruppen sowie die besten vier Gruppendritten.

"Wir haben zwei vorrangige Ziele", sagte Prokop: "Zum einen wollen wir erfolgreich in die Qualifikation zur EHF EURO 2020 starten, zum anderen möchten wir uns als Mannschaft weiter auf die Heim-WM vorbereiten." Die Teams aus Israel und dem Kosovo zählen international nicht zur Spitze, "werden aber als Außenseiter alles versuchen, um uns zu überraschen und maximal zu fordern. Ich erwarte, dass wir hoch engagiert und voll konzentriert auftreten."

Das Aufgebot der deutschen Handball-Nationalmannschaft: Andreas Wolff (THW Kiel), Silvio Heinevetter (Füchse Berlin), Dario Quenstedt (SC Magdeburg); Patrick Wiencek (THW Kiel), Hendrik Pekeler (THW Kiel), Steffen Weinhold (THW Kiel), Finn Lemke (MT Melsungen), Julius Kühn (MT Melsungen), Tobias Reichmann (MT Melsungen), Tim Suton (TBV Lemgo), Uwe Gensheimer (Paris St. Germain HB/FRA), Martin Strobel (HBW Balingen-Weilstetten), Jannik Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen), Patrick Groetzki (Rhein-Neckar Löwen), Fabian Böhm (TSV Hannover-Burgdorf), Fabian Wiede (Füchse Berlin), Matthias Musche (SC Magdeburg), Niclas Pieczkowski (SC DHfK Leipzig), Franz Semper (SC DHfK Leipzig)

Reserve: Marcel Schiller (Frisch Auf Göppingen), Steffen Fäth (Rhein-Neckar Löwen), Erik Schmidt (Füchse Berlin), Timo Kastening (TSV Hannover-Burgdorf), Kai Häfner (TSV Hannover-Burgdorf), Marian Michalczik (TSV GWD Minden)

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