Ruder-Neuling Zeidler verpasst Medaille im Einer klar

Ruder-Neuling Oliver Zeidler hat bei den Weltmeisterschaften in Plowdiw die erhoffte Medaille im Einer klar verpasst. Der 22-Jährige kam beim Sieg von Europameister Kjetil Borch (Norwegen) nach einem verpatzten Start auf Rang sechs, lieferte insgesamt aber ein starkes WM-Debüt ab. Der Ingolstädter war erst vor zwei Jahren vom Schwimmen zum Rudern gewechselt.

"Ich bin schief losgefahren und habe gleich eine Leine berührt. Das ist natürlich schade, denn ich bin mit einer Form angereist, mit der ich hätte Weltmeister werden können. Aber bei diesen windigen Bedingungen fehlt mir einfach noch die Erfahrung, da kann ich mit den großen Jungs nicht mithalten", sagte Zeidler.

Dem Newcomer fehlten am Ende knapp acht Sekunden zu einer Medaille. Letzter Deutscher auf dem WM-Podest der traditionsreichen Bootsklasse bleibt somit Marcel Hacker, der 2013 in Südkorea Bronze geholt hatte.

Zeidler, der als Schwimmer 2014 Staffel-Silber bei der Junioren-EM gewonnen hatte, wurde zudem ein Opfer der windigen Bedingungen. Die Fairness-Kommission des Weltverbandes FISA änderte am Morgen sogar die Bahnverteilung für alle Rennen, die Vorlaufschnellsten durften auf der Außenbahn sechs starten. Zeidler landete auf Bahn drei.

Titelverteidiger Ondrej Synek (Tschechien) verpasste dagegen als Zweiter seinen fünften WM-Titel in Folge. Für den 35-Jährigen wäre es insgesamt sogar die sechste WM-Goldmedaille in Folge gewesen, damit wäre er zum alleinigen Rekordhalter vor dem Hamburger Peter-Michael Kolbe (1975-1986) und dem Neuseeländer Mahe Drysdale (2005-2011) aufgestiegen.

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