Rudern: Vierer ohne Steuerfrau verpasst EM-Medaille

Die deutsche Ruder-Flotte ist am ersten Finaltag der EM in Glasgow leer ausgegangen. Der Vierer ohne Steuerfrau musste sich bei den European Championships nach einem enttäuschenden Rennen mit Rang sechs begnügen, die übrigen acht Finals des Tages fanden ohne deutsche Beteiligung statt.

Auf dem Strathclyde Loch südöstlich der schottischen Metropole erwischte der Vierer mit Sophie Oksche (Ingolstadt), Frauke Hacker (Rostock), Alexandra Höffgen (Neuss) und Ida Kruse (Münster) einen schwachen Start und lag schon nach 500 m auf dem letzten Rang, eine Verbesserung gelang nicht mehr. Der Sieg ging an Russland vor Rumänien und Polen.

Vor allem das Fehlen des Vierers ohne Steuermann und des Frauen-Doppelvierers, die jeweils im Hoffnungslauf gescheitert waren, sorgte am Samstag für Enttäuschung. "Wir müssen die Gründe etwas differenzierter betrachten und die Rennen genau analysieren. Aber einige Schwächen waren schon sehr deutlich", sagte der leitende Bundestrainer Ralf Holtmeyer.

Am Sonntag stehen neun weitere Entscheidungen an, drei davon mit deutscher Beteiligung. Als Favorit auf Gold geht der Deutschland-Achter (13.45 Uhr/ZDF) ins Rennen, zudem kämpfen Marie Louise Dräger und Lars Wichert jeweils im nicht olympischen Leichtgewichts-Einer um Medaillen.

Der DRV hat in Glasgow vor allem aus finanziellen Gründen nur in neun der 18 Klassen Boote ins Rennen geschickt. Viele Top-Ruderer befinden sich bereits im Trainingslager für die WM im bulgarischen Plowdiw (9. bis 16. September). "Wie haben denjenigen eine Chance gegeben, die vielleicht nicht so gut waren. Da müssen wir ehrlich sagen: Gegen Weltklasse können wir mit dem zweiten oder dritten Boot nicht ankommen. Vielleicht war das ein Fehler", sagte Holtmeyer in der ARD.

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