RUSADA-Suspendierung vor Aufhebung durch die WADA

Die Suspendierung der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA steht nach drei Jahren vor der Aufhebung. Wie die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) am Freitag mitteilte, hat der unabhängige Compliance-Prüfungsausschuss CRC empfohlen, die RUSADA wieder aufzunehmen. Als Grund nannte der CRC, dass die RUSADA inzwischen zwei elementare Bedingungen erfüllt habe, die von der WADA als Voraussetzung für eine Wiederaufnahme gestellt worden waren.

Zum einen hat der CRC einen Brief vom russischen Sportministerium erhalten, in dem die Ergebnisse des McLaren-Reports über russisches Staatsdoping offenbar vollständig anerkannt worden sind. Bei der zweiten Bedingung handelt es sich um die Bewilligung des Zugangs zum Moskauer Anti-Doping-Labor und den darin befindlichen Proben. Hierfür soll es einen konkreten Zeitplan geben.

Die Exekutive der WADA wird auf ihrer Sitzung am 20. September endgültig darüber entscheiden. Es ist aber davon auszugehen, dass die WADA der Empfehlung des Prüfungsausschusses folgen wird. Die RUSADA war im November 2015 nach der Aufdeckung des staatlich gedeckten Dopingsystems von der WADA suspendiert worden.

Am Donnerstag hatte eine Gruppe britischer Athleten davor gewarnt, die Suspendierung aufzuheben. Dieser Schritt wäre "eine Katastrophe für sauberen Sport", teilten die Sportler in einem Brief an die WADA mit und warnten weiter, dass "Athleten nicht mehr an das System glauben" würden, wenn die RUSADA zu diesem Zeitpunkt wieder zugelassen würde.

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