Russlands Skispringer sorgen für Schlagzeilen

Dimitri Wassiliew feiert den ersten russischen Sieg in der Vogtland-Arena, Jewgeni Klimow steht schon vor dem Finale am Mittwoch in Klingenthal als Gesamtsieger des Sommer-Grand-Prix fest.

Klingenthal/Hinzenbach.

Als der Russe Dimitri Wassiliew vor nunmehr 20 Jahren sein Debüt im Weltcup gab, war der amtierende Deutsche Meister David Siegel gerade zwei Jahre alt, und der Slowene Zak Mogel noch gar nicht geboren. Inzwischen 38-jährig, zählt Wassiliew zu den wahren Haudegen im Feld der weltbesten Schanzenadler. Und das Skispringen hat er noch nicht verlernt. Am Samstag sorgte er für den ersten russischen Sieg in der Klingenthaler Vogtland-Arena. Mit Sprüngen von 132,5 und 136 Metern verwies er im ersten der zwei Continentalcup-Wettbewerbe (COC/2. Liga) den 17-jährigen Mogel und Siegel auf die Plätze. Das letzte Springen dieser Serie gewann am Sonntag der Pole Aleksander Zniszczol - vor dem Österreicher Ulrich Wohlgenannt und Andreas Wank (Hinterzarten).

Den Namen Zak Mogel sollte man sich für die Zukunft vormerken, denn mit ihm scheint wieder ein Talent aus den Reihen der Slowenen heranzuwachsen. Am Samstag gelang Mogel mit 137,5 Metern der weitete Sprung der gesamten Konkurrenz. Am Sonntag legte er im ersten Durchgang 135 Meter vor, fiel dann aber mit 120 Metern auf Platz elf zurück. In der COC-Gesamtwertung platzierte sich Mogel hinter dem Österreicher Philipp Aschenwald auf Platz zwei. Aschenwald war in Klingenthal nicht am Start, ebenso Killian Peier, der Dritter wurde. Beide sind am Dienstag bei der Qualifikation zum Finale des Sommer-Grand-Prix in der Vogtland-Arena dabei.

Peier glückte am Sonntag auf der vorletzten Station in Hinzenbach sein bisher bestes Resultat. Hinter Lokalmatador Daniel Huber sprang der Eidgenosse auf Rang zwei. Als Dritter bestätigte Karl Geiger seine derzeit gute Form. In der Gesamtwertung kletterte der Oberstdorfer auf Platz zwei. Allerdings ist dem in Hinzenbach viertplatzierten Jewgeni Klimow der Sieg in der Sommer-Grand-Prix-Serie nicht mehr zu nehmen. Mit 555 Zählern liegt der Russe uneinholbar vor Geiger (416) vorn.

Aus sächsischer Sicht kann es fast nur besser werden: Während es in der 2. Liga am Samstag mit Johannes Schubert (20.), Martin Hamann (22.) und Cedrik Weigel (28.) alle drei ins Finale des Continentalcups schafften, gelang dies am Sonntag nur Schubert. Der 21-Jährige von der SG Nickelhütte Aue belegte mit Weiten von 119 und 130 Metern im Feld der 70 Springer aus 17 Ländern Platz 22. In der Eliteliga zeigte Richard Freitag in Hinzenbach in etwa das, was er bisher in diesem Sommer ablieferte. Mit zwei konstanten Flügen auf 84,0 Meter sprang am Ende Rang 25 heraus. Schlimm erwischte es Olympiasieger Andreas Wellinger, der auf der Normalschanze als 41. den Finalsprung verpasste. (mit tp)

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