Sachsen-Rallye wird zum Duell der Ex-Meister

Bekannte Namen führen das Starterfeld an. Bei den Rennen in und um Zwickau sowie im Vogtland haben aber auch die Fahrer der Region einiges vor.

Zwickau.

Die Deutsche Rallyemeisterschaft nimmt am Freitag in Zwickau Fahrt auf. Nachdem beim ersten Lauf im März im Saarland nur 40 Piloten am Start waren, haben sich für die 15. AvD-Sachsen-Rallye als zweitem Meisterschaftsrennen 75 Teams aus sechs Nationen angemeldet. Rallyeleiter Michael Görlich freut sich vor allem über die Qualität im Starterfeld: "Ich glaube, dass wir in der Spitze nur selten so ausgeglichen besetzt waren wie dieses Jahr." Eine Prognose ließ er sich dennoch entlocken: "Ich glaube, dass es am Ende auf Kreim gegen Depping hinauslaufen wird."

Das Duell der beiden Ex-Meister verspricht in jedem Fall Spannung: Fabian Kreim (29) aus Hessen holte sich 2016 und 2017 den deutschen Rallyetitel und kehrt nun nach einem Jahr in der Europameisterschaft mit einem Skoda Fabia wieder auf die nationale Bühne zurück. Das Auftaktrennen im Saarland gewann er mit seinem neuen Beifahrer Tobias Braun souverän. "Mein Fokus liegt auf der Meisterschaft. Ich werde deshalb nicht volles Risiko auf den Rallyesieg gehen, sondern will möglichst viele Punkte aus Zwickau mitnehmen. Deswegen würde ich die Favoritenrolle eher an VW abgeben", sagt Fabian Kreim.

Mit Dieter Depping (52) wird am Wochenende unter anderen der dreifache Deutsche Rallyemeister (1992 bis 1994) am Steuer eines VW Polo GTI sitzen. Der Niedersachse, der 2009 die Rallye Dakar fuhr und seit vielen Jahren als Testfahrer fungiert, freut sich auf die Rennen. "Ich bin sehr gespannt, wie wir uns gegen die anderen Teams der Deutschen Rallyemeisterschaft schlagen", sagt er. Mit Dennis Rostek und Christian Riedemann gehören zwei weitere niedersächsische Polo-Piloten ebenso zum Kreis der Mitfavoriten wie Hermann Gassner aus Bayern mit seinem Hyundai i20.

Mit großer Spannung wird zudem erwartet, wie sich Philip Geipel (32) aus Plauen und Julius Tannert (28) aus Lichtentanne bei Zwickau aus der Affäre ziehen, die beide in einen Skoda Fabia unterwegs sind. Der Vogtländer hat sich nach seinem Umstieg von der Rundstrecke (GT Masters) mit Platz 4 bei der Auftaktrallye Respekt in der Szene verschafft und setzt auf den Heimvorteil bei den Prüfungen vor der Haustür: "Ich kenne das von meinen Rennen am Sachsenring. Da holst du immer noch zwei, drei Zehntel heraus."

Für Julius Tannert, der jüngst bereits mit einem Sieg bei der Junioren-WM auf Korsika aufhorchen ließ, ergab sich der Start im Skoda kurzfristig. "Mit einem potenten Turbo-Allrad bei meiner Heimrallye zu starten, ist für mich ein ganz besonderes Highlight", sagt er. Neben den jungen Wilden wollen auch die Routiniers Ruben Zeltner (60) aus Lichtenstein im Porsche und Carsten Mohe (46) aus Crottendorf im Renault Megane vorn mitfahren, zumal es gleichzeitig um Punkte für die ADAC-Rallye-Masters geht.

Bei den insgesamt zwölf Wertungsprüfungen (vier am Freitag, acht am Samstag) sind 153 Kilometer zu absolvieren. Zu den Höhepunkten zählt der Zwickauer Innenstadtkurs am Freitag ab 17.30 Uhr. Neu sind am Samstag die Prüfungen nahe der Talsperre Pöhl und im vogtländischen Mühlenviertel. "Obwohl das dort anspruchsvolle Kurse sind, wird die Entscheidung erst auf der letzten und auch längsten Wertungsprüfung Crinitzberg fallen", prophezeit Rallyeleiter Görlich.

www.avd-sachsen-rallye.de

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