Sachsenring: Rettung für Grand Prix in Sicht

Ein neuer Vertrag soll die Motorrad-WM in Sachsen sichern.

Dresden/Zwickau.

Eine Rettung des Sachsenring-Grand-Prix ist möglich: Nach Informationen der "Freien Presse" stehen die Verhandlungen zwischen den Partnern des Rennens und der Landesregierung vor einem Durchbruch. Demnach hat der Rechteinhaber des MotoGP, die Dorna, signalisiert, dass sie einen Vertrag mit der Sachsenring-Rennstrecken-Management-GmbH (SRM) abschließen möchte. Das spanische Unternehmen sei selbst irritiert, wie sich der ADAC in Sachen Sachsenring gebärde, heißt es. Der ADAC soll dennoch bei einer neuen Lösung eingebunden bleiben, aber nicht mehr eine solch zentrale Rolle wie bisher spielen. Die SRM wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern, ob ein Vertrag direkt mit der Dorna zustande komme.

Seitdem die SRM 2012 als Veranstalter den Grand Prix organisiert, war der ADAC Deutschland Lizenznehmer. Das bedeutete: Der Automobilclub schloss einen Kontrakt mit der Dorna zum deutschen WM-Lauf und zusätzlich einen Vertrag mit der SRM, dass der deutsche Grand Prix auf dem Sachsenring stattfindet. Letzterer Kontrakt, der bis 2021 laufen sollte, war im Mai vom ADAC gekündigt worden, weil die SRM finanzielle Sicherheiten nicht vorlegen konnte. Eine Einigung zwischen ADAC und SRM gab es bisher nicht.

Auch der Frankfurter Geschäftsmann Matthias Moser wird wohl beim Sachsenring einsteigen. Er hatte angeboten, dass er drei Viertel der SRM-Anteile übernimmt. Gesellschafter sind die Gemeinden Gersdorf und Bernsdorf, die Städte Hohenstein-Ernstthal und Oberlungwitz sowie der Kreis Zwickau. Wie viele Anteile Moser konkret übernimmt, wird derzeit noch verhandelt. (kok/sesi)

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