Sächsin verfehlt vierten Titel knapp

Bei den Deutschen Meisterschaften der Gewichtheber sicherte sich Pauline Walzak Silber und konnte nach turbulenten Wochen wieder lachen.

Obrigheim.

Mit ihrem letzten Versuch im Stoßen hatte sie es noch selbst in der Hand. Trotz großen Kampfgeistes brachte Pauline die Last von 89 Kilogramm nicht zur Hochstrecke. So musste sie sich in der Kategorie bis 55 kg mit einer Zweikampfleistung von 152 kg knapp Lena Tomkowiak (Gaarden; 154) geschlagen geben. Doch dieses Silber bei den Deutschen Meisterschaften in Obrigheim war am Freitag für die 20-Jährige Gold wert. Langfristig wollte sie eigentlich in der Klasse bis 49 kg starten, wäre da die große Favoritin gewesen. Aber in der Vorbereitung klappte es mit der Gewichtsreduzierung nicht wie erhofft. Erst am Mittwoch fiel die Entscheidung. "Das hat beim Training Substanz gekostet. Unter diesen Umständen hat Pauline einen sehr guten Wettkampf gezeigt, war nahe an ihren Bestleistungen", lobte ihr Coach Petr Hruby, der die Eibauerin am Bundesstützpunkt in Chemnitz betreut.

Die Dritte der Jugend-EM von 2016 zeigte sich nach turbulenten Wochen erleichtert. "Es war ein toller Kampf um die Medaillen, mir war gar nicht bewusst, dass es so weit gehen kann", meinte Pauline Walzak, die Mitte Oktober einen Tiefpunkt erlebte. Zwei Chancen hatte sie mit schwachen Auftritten nicht genutzt, um sich für die Junioren-EM zu qualifizieren. In dieser Phase gelang der dreifachen nationalen Meisterin auf der Heberbühne wenig, auch Gedanken ans Aufhören kamen auf. Nun meldete sie sich eindrucksvoll zurück und will 2020 wieder international dabei sein.

Sandra Martin vom Chemnitzer AC verpasste in der für sie neuen Klasse bis 49 kg als Vierte einen Podestplatz. Zuvor hatte die 33-Jährige in der Kategorie bis 48 kg seit 2004 ununterbrochen Medaillen geholt, davon zwölf Titel. (mm)

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