Six Days gehen mit Skandal zu Ende

Enduro: Ursprünglich disqualifiziertes Team aus Frankreich zum Sieger erklärt

Kosice/Chemnitz.

Die 90. International Six Days of Enduro (ISDE) sind am Samstag im slowakischen Kosice mit einem handfesten Eklat zu Ende gegangen. Nicht etwa die souverän während dieser Sechs-Tage-Fahrt auftrumpfenden Australier wurden am Ende als Sieger in der World-Trophy (Männer) geehrt, sondern Titelverteidiger Frankreich. Der ist zwar seit dem dritten Fahrtag disqualifiziert, tauchte aber am fünften Tag durch eine Entscheidung des Sportgerichtes CDI des Weltverbandes FIM urplötzlich in den Ergebnislisten wieder auf.

"Für alle ist diese Situation mehr als lächerlich, wenn disqualifizierte Fahrer wieder in die Wertung genommen werden. Die FIM tut sich damit keinen Gefallen, macht den Sport und das Regelwerk kaputt. Schande, traurig, enttäuschend", sagte André Rudolph, der Fahrtleiter von "Rund um Zschopau". Bei der Siegerehrung bestiegen die zweitplatzierten Australier zunächst das oberste Podest, räumten das dann für Frankreich und nahmen auf einem Hang gegenüber Platz. Während "Down under" gefeiert wurde, ernteten die Franzosen "Buh-Rufe". Da neben Frankreich auch einige andere Teams wieder ins Klassement rutschten, landete die deutsche Trophymannschaft nach dem zwischenzeitlichen Hoch mit Platz vier auf dem siebenten Rang. Die Junioren wurden Elfte. (mh)

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