Skisprung-Pionierin Ulrike Gräßler verabschiedet

Klingenthal (dpa) - Skisprung-Pionierin Ulrike Gräßler ist am Mittwoch in Klingenthal vom Leistungssport verabschiedet worden. Die 31-Jährige Polizeiobermeisterin gehörte zu den Athletinnen, die den Damen-Skisprung in Deutschland groß gemacht haben. Die gebürtige Eilenburgerin gewann 2009 bei der ersten Weltmeisterschaft in Liberec Silber. Im Mixed-Wettbewerb bei den Titelkämpfen in Val di Fiemme 2013 gab es noch eine Bronzemedaille. 2003 und 2009 wurde Gräßler deutsche Meisterin. Zahlreiche schwere Stürze mit komplizierten Verletzungen verhinderten eine noch erfolgreichere Karriere und zwangen die für Klingenthal antretende Athletin schließlich nun zum Rücktritt.

Gräßler machte sich international einen Namen, da sie sich gemeinsam mit mehreren anderen international erfolgreichen Springerinnen vehement für die Aufnahme des Frauen-Skispringens ins olympische Programm einsetzte und dabei auch vor Gerichtsprozessen nicht scheute. Bei den ersten olympischen Wettbewerben in Sotschi 2014, wo Carina Vogt Olympiasiegerin wurde, gehörte sie zum deutschen Aufgebot. Wegen einer fiebrigen Erkrankung konnte sie aber nicht in den Medaillenkampf eingreifen und wurde 22.

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