Skisprungweltcup in Klingenthal alle zwei Jahre geplant

Stadt soll alle zwei Jahre Gastgeber für die weltbesten Ski-Adler sein - Kombination im Zwischenjahr geplant

Klingenthal.

Nach dem Sommer-Grand-Prix ist vor dem Winterweltcup: Für die Klingenthaler bleibt nach dem Finale der Sommerserie kaum Zeit zum Luftholen. Am 3./4. Dezember gastiert die Weltelite zum zweiten Saisonweltcup erneut im Vogtland. Dann muss der Schanzenauslauf mit Schnee belegt sein, was in den vergangenen Jahren jedes Mal zum nervenaufreibenden Kraftakt wurde. "Wir haben die Schneekanonen, die bei Plusgraden produzieren können, beim DSV bestellt. Sie sollen vier Wochen vorher da sein. Ich hoffe aber, dass wir sie gar nicht benötigen werden", erklärte Alexander Ziron, der Geschäftsführer der Vogtland-Arena.Der Deutsche Skiverband (DSV) hat die Schneekanonen gekauft, vermietet sie bis zur Abzahlung an seine Veranstalter. Und für Klingenthal könnte sich das dieses Jahr doppelt bezahlt machen. Denn am Wochenende nach dem Weltcup in der Arena könnte es unter Umständen noch weitere zwei Weltcupspringen geben. Denn der für den 10./11 Dezember vorgesehene Ort Nischni Tagil in Russland wurde kurzfristig aus dem Kalender gestrichen. "Wir fordern seit zwei Jahren einen Windschutz an der Schanze, sind immer wieder vertröstet worden. Und was gar nicht geht: Aus der Vorsaison sind Preisgelder an Athleten noch nicht gezahlt worden", begründete Walter Hofer, der Skisprung-Renndirektor im Weltskiverband FIS.

Die FIS verhandelte am Wochenende mit Lillehammer als Ersatzveranstalter. Sollte der Olympiagastgeber von 1994 zusagen, ist die zweite Option Klingenthal nichtig. Wenn Lillehammer aber absagt, wäre sogar ein Doppelweltcup in Klingenthal mit Skisprung und Kombination am 10./11. Dezember theoretisch denkbar. Denn dieses Wochenende ist im Weltcupkalender der Winterzweikämpfer noch nicht vergeben.

Lillehammer wird im kommenden Winter bereits Gastgeber für die Schanzenspezialisten bei der "Vierschanzentournee" in Norwegen sein, wo vom 11. bis 19. März 2017 in Oslo, Lillehammer, Trondheim und Vikersund vier Einzelspringen (plus zwei Teamwettbewerbe) stattfinden werden. Einen Namen für die Tournee suchen die Wikinger noch.

Was die Zukunft von Klingenthal als Weltcupstandort betrifft, erklärte Rudi Tusch, Veranstaltungskoordinator Skisprung und Kombination des DSV, im Gespräch mit "Freie Presse" so die geplante Strategie: "Die Tourneeorte Oberstdorf und Garmisch sowie Willingen stehen als permanente Skisprunggastgeber fest. Klingenthal und Titisee-Neustadt sollen sich jährlich abwechseln." Deshalb fehlt Klingenthal im vorläufigen Kalender 2017/18, weil dann der Schwarzwaldort an der Reihe ist. Ab dem Winter 2019/20 sollen jeweils in den Zwischenjahren, also wenn kein Skisprungweltcup im Vogtland steigt, die weltbesten Kombinierer in Klingenthal um Weltcupzähler kämpfen. (tp)

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