Staatsanwaltschaft stellt Verfahren gegen Reiter ein

Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat das Ermittlungsverfahren gegen einen 20 Jahre alten Springreiter aus dem Landkreis Neuwied eingestellt. Die erhobenen Vorwürfe wegen "strafrechtlich relevanter Handlungen zum Nachteil von alkoholisierten Mädchen" hätten sich nicht bestätigt, teilte die Behörde mit.

Bei einer Vernehmung hat ein angeblicher Zeuge ihm zugeschriebene Äußerungen bestritten. Dieser wisse nicht, "ob, wie und durch wen es auf den Sportveranstaltungen zu sexuellen Handlungen gekommen sei und ob diese freiwillig erfolgt seien", teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel hatte vor knapp zwei Wochen über junge Springreiter aus dem deutschen Nationalkader berichtet, die unter Alkoholeinfluss auf Turnieren junge Mädchen gefügig gemacht und sexuell missbraucht haben sollen.

In dem Zuge berichtete der Spiegel auch darüber, dass die Staatsanwaltschaft Koblenz Hinweisen nachgehe, wonach ein junges Mädchen bei den Europameisterschaften im slowakischen Samorin Opfer einer Vergewaltigung oder sexueller Nötigung geworden sei. Zudem sollen bei dieser EM zwei Nachwuchsreiter im Alkoholrausch ein Hotelbett zerlegt haben. Ob es sich bei den eingeleiteten Ermittlungen in Koblenz um diesen Fall handelt, blieb offen.

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