Staubtrockener WM-Auftakt

Die weltbesten Enduropiloten starteten in der Dahlener Heide in ihre Saison. Für die Sachsen endete das WM- Heimspiel im Norden des Freistaats außerhalb der Top-Ten-Plätze.

Dahlen.

Schlammlöcher, spritzender, feuchter Dreck und durchnässte Kombis - auch das macht den Reiz des Endurosports aus. Doch beim Saisonauftakt der WM in der Dahlener Heide waren große Teile der Strecke staubtrocken. "Für März war die Strecke für mich schon unwahrscheinlich trocken, das bin ich hier in Dahlen zuvor so noch nicht gefahren", meinte Edward Hübner, Geländepilot aus Penig, zu seinem Heimspiel im Kreise der weltbesten Endurofahrern.

Der 31-Jährige vom Team KTM-Sturm aus Zschopau kam am ersten Tag im WM-Championat auf Rang 21, in der Klasse E2 wurde er Achter: "Die Strecke war knackig. Wir Fahrer hatten relativ wenig Zeit, uns auszuruhen. Die vier Prüfungen haben es uns schon sehr schwer gemacht. Es war ein langer Tag: Wir sind um 9 Uhr gestartet und kurz vor 17 Uhr im Ziel - das ist schon hart. Aber es hat Spaß gemacht", berichtete Hübner, der am Sonntag als 17. bester Deutscher im Championat und Neunter in seiner Klasse wurde.

Hübners Teamkollege Andreas Beier belegte am Sonnabend im Championat Rang 19, in der Klasse E1 fuhr er auf Platz sechs. In der Wertung der deutschen Enduromeisterschaften (DEM) drückte der Krumhermersdorfer in seiner Klasse souverän seinen Stempel auf. "Es war echt hart. Mich hat es dreimal voll überschlagen. Der Tag war bei mir geprägt durch Crashs. Doch die Ergebnisse sind gar nicht so schlecht. Ich hatte von Beginn an einen guten Fluss", sagte der Pilot vom Rennstall des Zschopauer Enduro-Altmeisters Harald Sturm. Den Lauf am Sonntag beendete er in der klassenübergreifenden Wertung als 25., in der E1 landete er auf Rang sieben.

An der Spitze zeigte sich ein gewohntes Bild im internationalen Enduro-Zirkus: Steve Holcombe vor Daniel McCanney und Bradley Freeman führten das Ergebnis am ersten Tag an. Damit gingen die Podiumsplätze im klassenübergreifenden Championat allesamt an britische Fahrer. Am Sonntag standen wieder das Trio auf dem Podest: Holcombe gewann erneut, Freeman lag diesmal vor McCanney.

Der Geländesport in der Dahlener Heide feierte am Wochenende gleich ein doppeltes Jubiläum. Im Jahr 1953 begann alles mit der Geländefahrt "Rund um den Collm". Seitdem ist es in Dahlen die 60. Motorsportveranstaltung. Nachdem 1992 sich der Motorsportclub (MSC) Dahlen formierte, richtete der Verein die Geländesportveranstaltung "Rund um Dahlen" am Wochenende nun bereits zum 25. Mal aus. Nachdem 2003 erstmals die Europameisterschaft in Dahlen gastierte, war die WM in diesem Jahr ein Höhepunkt für Veranstalter wie Zuschauer.

Nachdem der Prolog am Freitagabend rund 5000 Fans anzog, kamen am Folgetag rund 7500 Zuschauer. "Am Wochenende waren 500 Helfer im Einsatz. Durch ihr engagiertes Auftreten lief alles reibungslos ab, ganz große Klasse und ein riesen Kompliment an sie alle. Hier ziehen alle an einem Strang", sagte Fahrtleiter Martin Breitfeld.

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