SVV Plauen: Die Eliteliga hat ihr Tollhaus zurück

Gegen den amtierenden Meister Waspo Hannover bestreiten die Wasserballer des SVV Plauen am Samstag ihr erstes Saisonheimspiel. Richtig ernst wird es für die Vogtländer aber erst in einer Woche.

Plauen.

Genau genommen beginnt die Saison 2018/19 für die Wasserballer des SVV Plauen gleich dreimal. Schuld daran ist der Austragungsmodus der höchsten deutschen Spielklasse, für die sich die Vogtländer im Sommer zum zweiten Mal nach 2015 qualifiziert haben. In der Hauptrunde treffen demnach zunächst die Außenseiter - zu denen der SVV natürlich zählt - auf die drei deutschen Ausnahmeteams, die seit Jahren die Meisterschaft unter sich ausmachen. Für die Plauener bedeutete das, am 20. Oktober im ersten Auswärtsspiel beim 36-fachen Deutschen Meister Wasserfreunde Spandau Berlin anzutreten. Saisonauftakt Nummer 1 ging entsprechend deutlich aus: Berlin gewann 21:4.

Nicht viel besser lief es eine Woche später beim ASC Duisburg, auch schon sechsmal Deutscher Meister: 21:9 stand dort am Ende an der Anzeigetafel. Und der Plauener Trainer Jörg Neubauer ist sich im Klaren, dass es am Samstag ab 18 Uhr im ersten Heimspiel - quasi Saisonauftakt Nummer 2 - gegen den Titelverteidiger Waspo Hannover kaum anders laufen wird. "Hannover ist wie Spandau und Duisburg eine reine Profimannschaft, gespickt mit Weltklassespielern. Vor wenigen Tagen hat die erst gegen Champions-League-Sieger Olympiakos Piräus 9:9 gespielt. Auf Überraschungen zu hoffen, wie es sie beim Fußball gibt, ist ein frommer Wunsch. Das ist eine andere Welt." Für seine Männer wird es bei der offensiven Pressdeckung der Norddeutschen schwer genug, überhaupt vors gegnerische Tor zu kommen. "Schon das ist eine Mammutaufgabe. Es wird Situationen geben, für die wir keine Lösungen haben." SVV-Kapitän Alexander Fritzsch sieht die drei Auftaktgegner entsprechend pragmatisch. Er spekuliert nicht über Ergebnisse, versucht eher, das Positive mitzunehmen: "Es ist spannend, sich mit solchen Spielern zu messen."

So richtig los geht es für die Plauener in der acht Mannschaften starken A-Gruppe der Deutschen Wasserballliga daher erst in einer Woche mit dem Heimspiel gegen den Duisburger SV. Den sowie den SSV Esslingen, die SG Neukölln Berlin sowie den OSC Potsdam sieht Neubauer in etwa auf Augenhöhe mit seiner Mannschaft. Gegen die sollen die Punkte eingefahren werden, die verhindern, dass die Plauener wie 2015/16 nach einer Saison wieder in die B-Gruppe absteigen müssen.

Dafür arbeitet die reine Amateurmannschaft hart. "Wir trainieren fünfmal die Woche abends nach der Arbeit etwa drei Stunden", rechnet Fritzsch vor. Freizeit bleibt da kaum, eher bei so manchem ein Schlafdefizit. "Einige von uns sitzen kaum im Mannschaftsbus, da schlafen die schon", sagt der Kapitän lächelnd.

Aus den vorhandenen Möglichkeiten das Maximale herauszuholen, ist seit Jahren das Credo beim SVV. So erklärt sich die große Zahl von Ungarn im Team - sieben Spieler des 13-köpfigen Kaders - mit Co-Trainer Istvan Kelemen, der aus der Plauener Partnerstadt Cegléd stammt, und dessen Kontakte zur ungarischen Wasserballgemeinde. Und der SVV setzt natürlich auf seine einzigartige Fanszene. Bis zu 700 Zuschauer drängten sich schon im Stadtbad bei Spielen - davon können selbst die Profiteams nur träumen. Plauen dürfte die einzige Stadt in Deutschland sein, in der die Wasserballer gelegentlich mehr Fans auf den Rängen haben als der führende Fußballverein am Ort. Zusatztribüne, Cheerleader, Trommler, Maskottchen, Lichtshow - in Plauen ist angerichtet für ein Wasserballerlebnis, das seinesgleichen sucht.

Termine

Heimspiele

Samstag, 17. November, 18 Uhr:

SVV Plauen - Waspo Hannover.

Samstag, 24. November, 18 Uhr:

SVV Plauen - Duisburger SV.

Samstag, 12. Januar, 18 Uhr:

SVV Plauen - OSC Potsdam.

Samstag, 26. Januar, 18 Uhr:

SVV Plauen - Spandau Berlin.

Samstag, 23. Februar, 17 Uhr:

SVV Plauen - ASC Duisburg.

Samstag, 9. März, 18 Uhr:

SVV Plauen - SG Neukölln Berlin.

Samstag, 30. März, 16 Uhr:

SVV Plauen - SSV Esslingen.

Spielort: Stadtbad Plauen, Hofer Straße 2.

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