Werder Bremen
32. Spieltag
08.05.2021
Bayer 04 Leverkusen
0:0
90.
Mit diesen Worten verabschieden wir uns, herzlichen Dank fürs fleißige Mitlesen! Im Abendspiel stehen sich ab 18.30 Uhr der FC Bayern München und die Gladbacher Borussia gegenüber, auch da sollte wieder reichlich Unterhaltung geboten werden. Auf bald - bleiben Sie gesund.
90.
Viel Einsatz, kein Ertrag. Die Begegnung endet mit einer verdienten Punkteteilung, weil Leverkusen seine spielerische Klasse nicht über 90 Minuten auf den Rasen bringen konnte. Gegen defensive Hausherren taten sich die Rheinländer schwer, hochkarätige Abschlüsse zu inszenieren. Wenn dies doch einmal gelang, machte Bremens starker Torwart Pavlenka ihnen einen Strich durch die Rechnung. Die Abstiegskandidaten von der Weser belohnten sich bei ihren seltenen Tempo-Gegenstößen nicht für eine disziplinierte Vorstellung, schöpfen jedoch Mut im Abstiegskampf. Die Werkself hingegen hat mit diesem Remis seine letzten Chancen auf eine Champions-League-Teilnahme verspielt. Foto: Carmen Jaspersen, dpa

Restprogramm Werder Bremen:
FC Augsburg (A), Borussia Mönchengladbach (H)
Restprogramm Bayer 04 Leverkusen:
1. FC Union Berlin (H), Borussia Dortmund (A)
90.
Das macht sich allerdings nicht mehr bemerkbar: Abpfiff! Werder und Bayer trennen sich torlos 0:0.
90.
Bremens Jungstar Eren Sami Dinkci legt den sprintenden Amiri im Mittelfeld, will einen rollenden Konter unbedingt stoppen. Das gelingt zwar, doch auf Kosten eines Platzverweises. Der SV Werder die letzten Sekunden in Unterzahl!
Eren Sami Dinkci
90.
Werders Rashica lässt sich auch nicht unterkriegen, drückt von halblinks ab - und trifft das Außennetz. Keine echte Gefahr.
90.
Nochmal Bayer 04: Amiri schaufelt eine Ecke hoch nach innen. Am langen Pfosten traut sich Wirtz die anspruchsvolle Direktabnahme aus der Luft zu, mehr als ein Schüsschen aus zehn Metern kommt dabei nicht heraus.
90.
Vier Minuten Nachspielzeit sind indes vom Vierten Offiziellen annonciert worden.
90.
Bayers Patrik Schick wird mit Gelb bedacht, nachdem er im Luftkampf Möhwald mit dem Arm im Gesicht trifft.
Patrik Schick
89.
Auch Leverkusen läuft unbeirrt an - hat aber keine zündenden Ideen im Gepäck. Gegen ein kompaktes SV Werder beißen sie sich die Zähne aus, ein weiter Verlegenheitsschlag von Tapsoba verendet im Niemandsland.
87.
Theodor Gebre Selassie foult Gray und sieht für sein Vergehen ebenfalls die Gelbe Karte.
Theodor Gebre Selassie
86.
Werder will's wissen! In den Schlussminuten ziehen die Werderaner sogar teilweise ein Angriffspressing bis in den Fünfer von Hrádecky auf. Doch Bayer kann sich spielerisch befreien.
85.
Um ein Haar sticht der Joker mit seiner ersten Aktion: Eine Bremer Flanke von links segelt an Selke vorbei. Dahinter wird Dinkci überrascht, sodass er am zweiten Pfosten aus einem Meter die Kugel nicht sauber trifft. Bayer im Glück!
84.
Und in der Offensive ersetzt Eren Sami Dinkci Joshua Sargent.
Joshua Sargent
Eren Sami Dinkci
83.
Auf den letzten Metern darf sich Kevin Möhwald noch zeigen, Christian Groß muss für ihn weichen.
Christian Groß
Kevin Möhwald
81.
Die Werkself wechselt offensiv: Exequiel Palacios geht, Nadiem Amiri kommt.
Exequiel Palacios
Nadiem Amiri
80.
Beinahe rächt sich das umgehend: Dragovic dribbelt auf der Gegenseite an und bedient Gray, der links ungedeckt durchbricht. An Pavlenka scheitert er jedoch im Eins-gegen-Eins, Werders Schlussmann hält sein Team im Spiel!
80.
Eine Tempoverschärfung später taucht Werder wieder vorne auf: Groß schließt aus dem Rückraum mit der Innenseite ab - und bleibt hängen. Da fehlte ihm der Mut zu einem Vollspann-Schuss.
79.
Oder geben sich die Abstiegskandidaten aus der Hansestadt doch mit einem Remis zufrieden? Nach sieben Pleiten in Folge zuvor wäre das ja schon ein kleiner Triumph. Bedächtig kreiselt die Kugel durch die eigenen Reihen.
77.
Die absolute Schlussphase in dieser Partie bricht an, das Spiel steht Spitz auf Knopf. Beide Mannschaften gehen auf einen Dreier. Wer nach Abpfiff jubeln darf, entscheidet sich in den kommenden 15 Minuten!
75.
Leverkusen darf nun auswärts kontern: Wirtz schleppt die Kugel in Sieben-Meilen-Stiefeln über das halbe Feld, ehe er das Auge für den mitgelaufenen Schick hat. Der Tscheche kann in den Bremer Strafraum eindringen, allerdings keinen Abschluss anbringen. Rashica war mit nach hinten geeilt und grätscht ihn am Ende ab. Vorbildlicher und wichtiger Einsatz des Angreifers.
74.
Bayer-Coach Wolf tauscht nochmals: Sven Bender übernimmt von Kerem Demirbay in der Schaltzentrale im Mittelfeld.
Kerem Demirbay
Sven Bender
73.
Auf der gegenüberliegenden Seite versucht sich der fleißige Sargent einmal mehr, eine Augustinsson-Flanke kann der US-Amerikaner jedoch nicht präzise drücken.
72.
Weiter schafft es Bayer 04 selten, das Bremer Abwehrbollwerk in Bewegung zu bringen und sich so Räume zu öffnen. Wendell und Gray bleiben auch in Teamwork im Vorwärtsgang auf links hängen.
70.
Es steht weiterhin 0:0. 
70.
Kampf bleibt daher oberstes Gebot an der Weser. Die spielstarken Leverkusener scheinen zunehmend entnervt angesichts der giftigen Gangart der Hausherren.
68.
Die Bayer-Übermacht scheint mittlerweile gebrochen, die Kellerkinder aus Bremen haben ihre Rivalen auf ihr Niveau heruntergezogen. Groß verzieht einen Nachschuss aus 17 Metern.
67.
Im eigenen Spielaufbau probiert es der SV Werder immer wieder aus einer Dreierkette heraus, die dann mit langen Diagonalbällen das Spiel in die Breite ziehen will um so die Flügelakteure in Szene zu setzen. Hier schlägt dieser Plan fehl, Wendell klärt.
64.
Trotz der gesteigerten Angriffsbemühungen des SVW bleibt Leverkusen spielbestimmend. Nur kann die Werkself nicht mehr so leicht bis an den Werder-Strafraum vordringen. Bis dato haben sie auch im zweiten Abschnitt schon wieder 74 Prozent Ballbesitz gesammelt. 
62.
Bayer 04 schickt die nächste ausgeruhte Kraft auf das Feld: Karim Bellarabi macht Platz für Moussa Diaby.
Karim Bellarabi
Moussa Diaby
60.
Eine knappe Stunde ist rum, die Grün-Weißen erhöhen zaghaft die Schlagzahl in der Offensive. Seit dem Wiederbeginn haben sie bereits zwei Abschlüsse abgesetzt, Leverkusen lediglich einen.
57.
... und Yuya Osako für Leonardo Bittencourt neu in die Begegnung.
Leonardo Bittencourt
Yuya Osako
57.
Das war sein letzter Arbeitsnachweis, der SV Werder Bremen meldet einen Doppelwechsel an: Milot Rashica kommt für Niclas Füllkrug ...
Niclas Füllkrug
Milot Rashica
56.
Der Eckstoß landet bei Füllkrug, der die Kugel mit der Stirn jedoch rechts am Bayer-Gehäuse vorbeilenkt.
56.
Nach wie vor jagen die Bremer den ballführenden Bayer-Profi in einem 4-3-3. Mit Erfolg in dieser Szene, doch anschließend wird Bittencourts Flankenversuch vom aufmerksamen Tah geblockt.
54.
Dann kann sich Demirbay nahe des Mittelkreises durchsetzen. Umgehend geht sein Blick nach vorne, seinen Steilpass kann aber keiner seiner Teamkameraden erreichen. Ballbesitz SVW.
52.
Der nächste Beweis: Eggestein grätscht stark im eigenen Drittel und schaltet anschließend blitzschnell um. Über Füllkrug geht es nach links raus, von wo Augustinsson schließlich flankt. Wieder kann der Schwede mit seiner Hereingabe keine Gefahr heraufbeschwören, es hapert abermals an der nötigen Präzision.
50.
In den Anfangsaugenblicken nach dem Seitenwechsel präsentiert sich Bremen agiler und vor allem mutiger als zuvor. Augustinsson schnibbelt den nächsten Eckball von links in die Mitte, findet allerdings keinen Abnehmer in seinen Farben. Gray befördert die Kugel aus dem Strafraum.
47.
Aha, geht doch: Wie auf Zuruf setzt sich Selke im Rahmen eines Konters über halbrechts ab. Am Sechzehner zieht er mit Schmackes ab, kann Hrádecky im kurzen Eck aus 15 Metern aber nicht überrumpeln. Zu unplatziert, doch immerhin Werders erster Abschluss auf den Bayer-Kasten.
46.
Damit ist der Absender des einzigen echten Torschusses in der gesamten ersten Halbzeit nicht mehr mit von der Partie. Wir hoffen trotzdem, dass beide Mannschaften nun mehr Torraumszenen anbieten.
46.
Und auch Daley Sinkgraven muss weichen, Wendell ersetzt ihn. Zwei positionsgetreue Wechsel.
Daley Sinkgraven
Wendell Nascimento Borges
46.
Leon Bailey kann in der zweiten Hälfte nicht mehr mitwirken, für den angeschlagenen Flügelflitzer springt Demarai Gray ein. 
Leon Bailey
Demarai Gray
46.
Rein in den zweiten Spielabschnitt.
45.
Umkämpfte Nullnummer im Weserstadion. Im ersten Durchgang dominierten die Gäste vom Rhein. Trotz 70 Prozent Spielanteilen sowie 56 Prozent erfolgreichen Duellen um die Kugel konnte Bayer sich allerdings nur zwei Halbchancen herausspielen, ein Treffer von Wirtz wurde wegen einer Abseitsstellung richtigerweise annulliert. Die abstiegsbedrohten Bremer verlegten sich ihrerseits auf Konter nach Balleroberungen. Ihr giftiges Verteidigen bereitete Leverkusen Kopfschmerzen. Wir dürfen gespannt sein, wer sich im zweiten Durchgang durchsetzen wird! Foto: Carmen Jaspersen, dpa
45.
Dann ist Halbzeit! Beim Stand von 0:0 entschwinden die Protagonisten in die Katakomben.
45.
Die Hausherren aus dem hohen Norden bringen in Person von Augustinsson den nächsten ruhenden Ball vors Bayer-Gehäuse. Hrádecky ist jedoch wiederum zur Stelle und faustet das Spielgerät entschlossen weg.
45.
Die Lücken in der Bremer Hintermannschaft werden größer, 120 Sekunden Nachspielzeit sind für die erste Hälfte angeordnet.
43.
Trotz numerischer Unterzahl schafft es Bailey jetzt, das Kunstleder von links am Strafraum nach innen zu geben. Schick steht dort frei, drischt seine Direktabnahme aus der Drehung aber knapp links neben den Kasten des SVW. Viel fehlte da nicht, Leverkusen nähert sich an!
42.
Als Nächstes handelt sich auch Bremens Christian Groß eine Verwarnung ein. Der Defensiv-Allrounder hatte Palacios regelwidrig angegangen.
Christian Groß
41.
Die Werderaner reagieren auf das kurze Zwischenhoch der Rheinländer und verlagern das Geschehen wieder mehr ins Mittelfeld. Hilft ihnen eventuell ein ruhender Ball? Nein! Augustinsson löffelt die Kugel aus dem Halbfeld in die Mitte, wo Selke verpasst. Abstoß Bayer 04.
39.
Auf der Gegenseite kann sich Bayer-Keeper Hrádecky erstmals auszeichnen: Bislang unterbeschäftigt spielt der Finne in dieser Situation glänzend mit, erläuft umsichtig einen Pass an die Sechzehnergrenze - und macht so eine gute Gelegenheit der Gastgeber zunichte.
38.
Kurz darauf genießt Wirtz am Bremer Sechzehner reichlich Beinfreiheit. Dennoch verfehlt er mit seinem Abschluss aus 17 Metern am Ende doch deutlich sein Ziel. Bayer drängt, Werder wackelt.
35.
Das sieht sogar noch gefährlicher aus: Bellarabi und Schick kombinieren sich über rechts durch. Erstgenannter passt schließlich vors Tor, wo Wirtz nur noch den Fuß reinhalten muss. Der Ball zappelt im Netz - dem Treffer wird jedoch die Anerkennung verweigert. Der Jungstar steht einen halben Schritt im Abseits, korrektes Veto des VAR!
32.
Endlich kann sich Demirbay einmal aufdrehen und schickt sofort Bailey über halblinks auf die Reise. Der bricht in den Strafraum ein, scheitert mit seinem wuchtigen Abschluss allerdings an Pavlenka. Klasse verkürzt der Tscheche im Werder-Gehäuse den eh schon schwierigen Winkel. Dennoch notieren wir den ersten Schuss aufs Tor!
32.
Erfahrung als Trumpf? Mit im Schnitt 28 Jahren und 116 Tagen sehen wir heute die zweitälteste Werder-Startelf der laufenden BL-Saison, nur beim 1:4 in Dortmund waren die Bremer Akteure älter (28 Jahre und 230 Tage).
31.
Werder verteidigt nach wie vor gleichermaßen konzentriert wie resolut. Darauf kann man aufbauen aus Sicht der Bremer!
29.
Zwar stehen für die Norddeutschen momentan lediglich bei 37 Prozent erfolgreichen Zweikämpfen. Doch in den entscheidenden Momenten behalten sie bislang die Oberhand, Bayer tut sich dementsprechend schwer Hochkaräter zu kreieren.
27.
Im Mitteldrittel ist Daley Sinkgraven einen Schritt zu spät dran und foult Sargent. Referee Schmidt zeigt auch ihm Gelb.
Daley Sinkgraven
26.
Jetzt die erste echte Torannäherung der Bremer: Augustinsson wird auf links freigespielt und hebt die Kugel ins Zentrum. Dort schraubt sich Füllkrug hoch, köpft aus sieben Metern jedoch klar übers Tor.
24.
Derweil humpelt Bailey nach wie vor mehr über den Rasen, als dass er rund laufen würde. Der 23-Jährige scheint weiterhin Schmerzen zu haben.
23.
Selke und Dragovic rasseln im Zweikampf mit den Köpfen zusammen. Körperlich nehmen sich die beiden Brecher nicht viel, der Österreicher in Diensten Bayers bleibt aber kurz benommen liegen und wird im Anschluss von den Physios behandelt.
Aleksandar Dragovic
21.
Erwähnter Groß ist heute mit einer Sonderrolle bedacht worden: Mitunter lässt der Mittelfeldmann sich zwischen seine beiden Innenverteidiger-Kollegen fallen. Defensiv verstärkt er Bremens letzte Kette so zu einem Fünferriegel, im Spielaufbau unterstützt er ebenso von hinten heraus.
19.
Weil das Zentrum weiterhin wie vernagelt ist, versucht es Bellarabi mit einem Solo über seine rechte Außenbahn. An Groß und Augustinsson kommt er vorbei, zieht die anschließende Hereingabe vors Werder-Tor aber zu weit. Unberührt saust der Ball vorbei an Freund und Feind.
17.
Die Rollen sind also klar verteilt: Während Bayer 04 um Spielkontrolle bemüht ist und über Ballbesitzphasen zum Erfolg kommen will, lauern die Hausherren von der Weser aus einer kompakten Defensive heraus auf Umschaltmomente.
15.
Der folgende Gegenstoß sieht anfangs vielversprechend aus. Doch Selke schafft es letztlich nicht ein gelupftes Zuspiel von Füllkrug in den Lauf sauber mitzunehmen. So verebbt dieser Konter. 
14.
Dann zirkelt Bailey den nächsten Bayer-Eckstoß nach innen. Sargent ist aber blendend postiert und bugsiert das Kunstleder mit dem Schädel aus der Gefahrenzone.
13.
Trotzdem kann die Elf von Hannes Wolf noch kein längeres Powerplay aufziehen. Werder Bremen hält mit viel Willen dagegen und schafft in dieser Anfangsphase ein ums andere Mal Entlastung.
11.
Die Gäste aus dem Rheinland erhöhen kontinuierlich den Druck: Demirbay bringt Schick über die rechte Außenbahn ins Laufen. Am Sechzehner angekommen passt der quer links rüber, wo Bailey aus zwölf Metern abzieht. Weit kommt der Versuch des Jamaikaners jedoch nicht, Moisander steht richtig und wehrt seinen Schuss mit dem Körper ab. Die fällige Ecke verpufft.
9.
Weil hier kein Durchkommen gelingt, flankt Sinkgraven aus dem Halbfeld. Von links segelt der Ball in den Werder-Strafraum, wo Schick sich zwar durchsetzt, unter Bedrängnis allerdings keinen platzierten Kopfball zustande bekommt.
8.
Ohne die Kugel verdichtet der SV Werder vor allem das Zentrum. Ab der Mittellinie rücken die Grün-Weißen meist enger an ihre Gegenspieler heran. Angesichts dieser Strategie werden die Leverkusener Flügelspieler Bellarabi und Bailey noch mehr als sonst schon gefragt sein auf dem Weg nach vorne.
6.
Nach einem Ballverlust am Bremer Sechzehner greift das Gegenpressing von Bayer. Im Handumdrehen sind sie wieder in Ballbesitz, die Hanseaten können sich nicht befreien.
5.
Die Werkself läuft im gewohnten 4-2-3-1 auf. Kurzzeitig agiert sie aktuell in Unterzahl, weil Bailey behandelt wird.
3.
Joshua Sargent übertreibt es jedoch mit dem Einsatz und räumt Bailey an der Außenlinie ab. So sieht er rasch die erste Gelbe Karte dieser Begegnung. Da gibt es keine zwei Meinungen!
Joshua Sargent
3.
Für den SVW geht es heute primär darum, die gleiche Leidenschaft wie im Pokal-Fight gegen RB Leipzig an den Tag zu legen. Das gelingt in dieser frühen Szene nicht: Demirbay wird auf halblinks im Sechzehner gefunden, drischt die Kugel aus 13 Metern aber nur ins Fangnetz hinter dem Werder-Gehäuse.
2.
In den Anfangsaugenblicken beziehen die Gastgeber vom Osterdeich in der Arbeit gegen das Kunstleder in einem 4-3-3 Stellung. Sargent gesellt sich dabei zu seinen Kollegen Füllkrug und Selke in die erste Linie, um den Ballvortrag Bayers zu stressen.
1.
Der Anpfiff ertönt, das Spiel ist freigegeben.
Unterdessen begrüßt Schiedsrichter Markus Schmidt bereits beide Teams auf dem Rasen. Lange müssen wir uns also nicht mehr gedulden!
Leverkusen beginnt seinerseits wie folgt: Lukás Hrádecky - Jonathan Tah, Aleksandar Dragovic, Edmond Tapsoba, Daley Sinkgraven - Exequiel Palacios, Kerem Demirbay - Karim Bellarabi, Florian Wirtz, Leon Bailey - Patrik Schick
Werfen wir damit einen Blick auf das handelnde Personal von heute. Diese elf Werderaner gehen für die abstiegsbedrohten Hanseaten an den Start: Jirí Pavlenka - Theodor Gebre Selassie, Milos Veljkovic, Niklas Moisander, Ludwig Augustinsson - Christian Groß - Maximilian Eggestein, Leonardo Bittencourt - Joshua Sargent - Niclas Füllkrug, Davie Selke
Johannes Eggestein ist momentan an LASK Linz verliehen - und hat dort in dieser Spielzeit bereits 16 Mal geknipst. 
Nach historischen sieben verlorenen BL-Partien in Serie stand sogar einmal mehr Trainer Florian Kohfeldt zur Disposition. Das gleichermaßen leidenschaftliche wie erfolglose DFB-Pokal-Halbfinale gegen den Favoriten aus Leipzig (1:2 in der Nachspielzeit der Verlängerung) sicherte dem 38-Jährigen zumindest eine Anstellung bis zum Saisonende. "Reaktion und Leistung waren herausragend", sagte er vergangenen Freitag nach Abpfiff: "Das bringt uns für die Liga keine Punkte, aber hoffentlich die Energie für die restlichen drei Spiele. Und das Gefühl, dass wir gegen jeden Gegner gewinnen können!"
Statt der schillernden Europapokalbühne kreisen die Gedanken beim SV Werder hingegen einzig und allein um ein Thema: Abstiegskampf! Im März wähnten sich manche im Lager der Norddeutschen bereits in trügerischer Sicherheit, ehe das Saisonfinale sie abermals in Existenzängste stürzte. Momentan steht man als Tabellen-15. mit 30 Punkten nur noch knapp über dem Strich. Doch die formstärkere Konkurrenz aus Bielefeld (auch 30 Zähler) und Köln (29) lauert nur auf weitere Ausrutscher der Bremer.
Das überzeugende 3:1 über die Frankfurter Eintracht zuletzt brachte Bayer 04 neben wichtigen Punkten gegen einen direkten Konkurrenten ebenfalls neues Selbstbewusstsein. Trotz des Wissens um ihre Minimalchance kündigte Mittelfeldmann Ezequiel Palacios angriffslustig an: "Solange die Champions League mathematisch noch möglich ist, kämpfen wir. Mit diesem Kader können wir es schaffen!"
Vor dem Jahreswechsel noch in der Spitzengruppe vertreten, rutschten die Leverkusener anschließend im Klassement ab. Nach vier Niederlagen und einem Remis aus sechs Begegnungen lagen die Rheinländer Ende Januar erstmals wieder außerhalb der Königsklassen-Plätze. Nur zwei Erfolge aus den darauffolgenden sechs Liga-Auftritten kosteten Trainer Peter Bosz schließlich seinen Job, Interimscoach Hannes Wolf stoppte den Abwärtstrend und sammelte seither drei Siege sowie je ein Remis und eine Niederlage.
Um im kommenden Jahr tatsächlich in der Königsklasse antreten zu dürfen, sind die Bayer-Profis jedoch nicht nur zum Punkten verdammt - sondern zudem auf fremde Unterstützung angewiesen: Als Sechster hat man mit aktuell 50 Punkten vier Zähler Vorsprung auf den ärgsten Verfolger aus Mönchengladbach. Damit am Ende aber doch noch mehr als die Teilnahme an der neu geschaffenen Conference League herausspringt, müssen die CL-Anwärter aus Dortmund (55 Punkte), Frankfurt (56) und Wolfsburg (57) davor reihenweise straucheln. Dabei sah es lange gut aus für sie!
Drei Begegnungen sind in der Bundesliga-Saison 2020/2021 noch zu absolvieren, wir läuten endgültig den Schlussspurt ein. Die Ausgangslagen unserer beiden Rivalen könnten dabei unterschiedlicher kaum sein: Während die Hausherren von der Weser weiter um die Erstklassigkeit bangen, klammert sich die Werkself an ihre letzten Hoffnungen auf eine Champions-League-Qualifikation.
Herzlich willkommen: Am 32. Spieltag empfängt der SV Werder Bremen die Mannschaft von Bayer 04 Leverkusen!
Spielplan

Hinrunde


Rückrunde


Relegation

Tabelle
Pl. Verein Sp. Pkt. Diff.
1 FC Bayern 34 78 55
2 RB Leipzig 34 65 28
3 Dortmund 34 64 29
4 Wolfsburg 34 61 24
5 Frankfurt 34 60 16
6 Bayer 04 34 52 14
7 Union 34 50 7
8 M'gladbach 34 49 8
9 Stuttgart 34 45 1
10 Freiburg 34 45 0
11 Hoffenheim 34 43 -2
12 Mainz 05 34 39 -17
13 Augsburg 34 36 -18
14 Hertha BSC 34 35 -11
15 Bielefeld 34 35 -26
16 Köln 34 33 -26
17 Bremen 34 31 -21
18 Schalke 04 34 16 -61