Hertha BSC
3. Spieltag
19.01.2022
1. FC Union Berlin
2:3
90.
Das soll es von unserer Seite aus gewesen sein. Wir verabschieden uns und danken fürs fleißige Mitlesen! Die Viertelfinals werden am 1. und 2. März ausgetragen. Bis dahin - bleiben Sie gesund.
90.
Union düpiert im Olympiastadion den prominenten Nachbarn aus Charlottenburg und zieht verdient in die nächste Runde ein. Nach 90 abwechslungsreichen Minuten stehen die Köpenicker als Viertelfinal-Teilnehmer fest. Die erste Hälfte dominierte die Fischer-Truppe beinahe nach Belieben. Nach dem Seitenwechsel baute ein Stark-Eigentor die Führung der Eisernen aus, ehe keine vier Minuten darauf Khedira mit dem nächsten Eigentor den BSC wieder hoffen ließ. Rund 90 Sekunden später beruhigte Knoche jedoch schon wieder die Gemüter des Union-Anhangs mit seinem Treffer zum 3:1. Das war die Vorentscheidung, nach diesen Turbulenzen rannte die Alte Dame in der Restspielzeit zwar unermüdlich an. Immer wieder haperte es allerdings an Kreativität in Herthas Passspiel, sodass der späte 2:3-Anschluss von Serdar nicht mehr ins Gewicht fiel. Foto: Sören Stache, dpa
90.
Nein, Schluss! Union Berlin schlägt Hertha BSC mit 3:2.

Tore: 0:1 Andreas Voglsammer (11.), 0:2 Niklas Stark (50./Eigentor), 1:2 Rani Khedira (54./Eigentor), 1:3 Robin Knoche (55.), 2:3 Suat Serdar (90.+5)  
90.
Gechter wuchtet einen finalen Eckstoß von rechts mit dem Schädel auf das FCU-Gehäuse. Im ersten Anlauf kann Behrens auf der Linie noch klären. Dabei schießt er aber aus kürzester Distanz gegen die Brust von Serdar. Nur noch 2:3, geht hier doch noch was?
90.
Tooooor! Suat Serdar macht seinem BSC doch nochmal Mut - 2:3!
90.
Die geschätzt 200 Union-Fans vor Ort verschaffen sich inzwischen längst Gehör. Die Hoffnung auf Seiten der Hertha schwindet sekündlich, laute FCU-Fangesänge hallen durch das Rund.
90.
Unterdessen geht auch Ishak Belfodil mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden. Der Algerier muss auf die Zähne beißen, denn Hertha hat sein Wechselkontingent bereits ausgeschöpft. Humpelnd kommt er zurück.
90.
Vier Minuten Nachspielzeit trennen Union noch vom Viertelfinaleinzug.
90.
Um vor den zahlreichen baumlangen Hertha-Angreifer besser gewappnet zu sein, wechselt auch Fischer ein letztes Mal. Paul Jaeckel klatscht sich mit Dominique Heintz ab.
88.
Der nächste Fernschuss des Berliner SC findet nicht sein Ziel. Mittelstädt packt einen Schlenzer aus, der fliegt aus 17 Metern allerdings am Ende doch deutlich ins Aus.
87.
Mit dem Mute der Verzweiflung zieht Korkut auch seine letzte Wechseloption: Vladimír Darida raus, Davie Selke rein.
86.
Viel verpasst hat er in seiner Abwesenheit nicht. Denn seine Alte Dame läuft unbeirrt an, ohne dabei echt Torgefahr zu kreieren. Ein Unioner Triumph im Olympiastadion zeichnet sich immer deutlicher ab.
84.
Linus Gechter kollidiert in der Luft schmerzhaft mit Boateng. Der 17-Jährige muss kurz behandelt werden, bevor er wieder mit von der Partie ist.
82.
Weil es dem BSC im Vorwärtsgang an der nötigen Finesse fehlt, probiert sich Maolida mal aus der Distanz. Aus 18 Metern zieht er fast aus dem Stand ab, doch sein Versuch zerschellt an der breiten Brust von Prömel. Weitere wichtige Sekunden verrinnen.
81.
Ganz bewusst verzichten die Köpenicker gegen Spielende auf Ballbesitz. Sie wollen sich stattdessen ganz auf die Verteidigungsarbeit konzentrieren - und nach Möglichkeit über einen Konter endgültig den Deckel auf diese Begegnung machen. Baumgartl klärt ohne Schwierigkeiten auch die nächste hereingelöffelte Halbfeldflanke.
79.
Es bleibt dabei, die Herthaner geben sich nicht geschlagen und bleiben aktiv. Nur: Union verteidigt weiterhin konzentriert. Echte Hochkaräter sind nach wie vor Mangelware. Die nächste Abseitsstellung macht eine aussichtsreiche Situation für den BSC zunichte.
77.
Mit der Hereinnahme ihres Altstars bricht nicht nur die absolute Schlussphase an, sondern auch etwas Optimismus macht sich breit: Denn die Hertha erzielte drei ihrer vier Pokaltore in dieser Saison in der Schlussviertelstunde der regulären Spielzeit. Das ist sowohl anteiliger (75 Prozent) als auch absoluter Höchstwert aller Achtelfinalisten!
75.
Bei der Hertha BSC betritt Kevin-Prince Boateng anstelle von Santiago Ascacibar das Feld.
74.
Union verpasst die Vorentscheidung! Becker zieht den Sprint über die linke Bahn an und passt von der Grundlinie nach innen. Prömel verlängert künstlerisch wertvoll mit der Hacke, aber Behrens kommt aus fünf Metern nicht an Schwolow vorbei, auch weil Teamkamerad Haraguchi im Weg liegt.
73.
Bei der Ausführung des nächsten Eckstoßes lässt sich Oczipka viel Zeit. Das ermöglicht kurzes Durchschnaufen, doch die Hereingabe verpufft dennoch.
71.
... und Sheraldo Becker vertritt ab sofort Max Kruse im Angriff.
71.
Union-Chefcoach Fischer sieht das ähnlich und bringt ausgeruhtes Personal. Christopher Trimmel ersetzt Julian Ryerson ...
70.
Die Unioner laufen momentan Gefahr, zu sehr in Lethargie zu verfallen. Zu leicht sollte man den Stadtrivalen auch nicht wieder zurück in diese Partie lassen.
69.
In den bisherigen sieben Lokal-Duellen in der 1. und 2. Liga konnte Union drei Mal gewinnen, zwei Mal siegte Hertha, zwei Begegnungen endeten remis. In rund 20 Minuten wissen wir, wer das heutige Kräftemessen für sich entscheidet!
67.
Wieder ist es Belfodil, der aus der Tiefe einleitet. Maolida wird halbrechts in die Gasse geschickt, sein nachfolgender Pass ins Zentrum fängt Union aber ab. Wichtige Rettungstat.
66.
Auf dem Rasen erspielt sich der Gastgeber minütlich mehr Anteile. Inzwischen kommen sie auch viel leichter als zuvor noch bis an den Strafraum der Eisernen durch, das Pressing des FCU ist aktuell erlahmt.
64.
Und Genki Haraguchi übernimmt von Levin Öztunali den rechten Offensivflügel der Köpenicker.
64.
Jetzt auch der erste Wechsel in Reihen des 1. FC Union Berlin. Kevin Behrens kommt für Andreas Voglsammer in die Partie.
63.
Auch die nächste Ecke bringt Gefahr für die Alte Dame: Diesmal ist es Boyata, der sich im Luftkampf durchsetzt. Bewacher Heintz bringt ihn jedoch mit einem handelsüblichen Mini-Schubser aus der Balance. So drückt der stämmige Belgier seinen Kopfstoß aus fünf Metern über den Querbalken. Hertha ist die Moral nicht abzusprechen.
61.
Die finale halbe Stunde bricht an - und die Blau-Weißen machen auf sich aufmerksam: Joker Gechter läuft perfekt getimte in einen Eckball von links. Er touchiert die Kugel minimal, kann sie so aber nicht mehr entscheidend gen Tor lenken. Zentimeter fehlen zum abermaligen Anschluss!
58.
Nächster Personaltausch von Tayfun Korkut: Linus Gechter übernimmt im Abwehrzentrum vom angeschlagenen Niklas Stark.
57.
Handgestoppte 1:28 Minuten durften sich die Kicker aus dem Westend wieder in Schlagdistanz wähnen. Dann machte ihnen Knoches 3:1 einen Strich durch die Rechnung. Kann sich der BSC jetzt davon nochmal erholen?
55.
Die Ereignisse überschlagen sich. Oczipkas Freistoßflanke aus dem linken Halbfeld erreicht Knoche in der Strafraummitte. Unions Verteidiger nimmt den Ball volley und trifft zum 3:1 für den FCU. Vom Innenpfosten prallt das Leder ins Tor. 
55.
Schon wieder Tor! Robin Knoche markiert das 3:1 für Union Berlin.
54.
Belfodil legt für Serdar ab, der auf engstem Raum auf der Torauslinie balanciert. Aus spitzestem Winkel will er kurz vorm Pfosten nach hinten passen. Khedira nimmt dem Gegner allerdings die Arbeit ab und grätscht den Ball unfreiwillig in die eigenen Maschen. Luthe ist gleichermaßen verdutzt wie machtlos.
54.
Toooor! Rani Khedira unterläuft kurz darauf ebenfalls ein Eigentor - nur noch 1:2!
52.
So schnell kann es gehen: Auf der einen Seite vergibt Pekarík den möglichen Ausgleich. Keine drei Minuten später klingelt es auf der Gegenseite. Erholt sich der BSC nochmal von diesem Rückschlag?
50.
Nach blendendem Service von Knoche setzt sich Öztunali rechts im Hertha-Sechzehner ab. Mit viel Wucht bringt er die Kugel quer vors Tor, wo Unglücksrabe Stark der Ball vom Knie hinter die Linie springt. Da musste er jedoch eingreifen, hinter ihm war Voglsammer einschussbereit postiert.
50.
Auch das noch: Eigentor der Hertha! Niklas Stark trifft unabsichtlich zum 0:2 ins eigene Netz!
47.
Und auf dem Feld wirbelt tatsächlich die Alte Dame vielversprechend los. Belfodil windet sich an der Grundlinie an seinem Bodyguard vorbei. Dann hat er das Auge für den besser postierten Mitspieler und bedient ihn. Nur Pekarík kann diese Vorlage nicht verwerten, aus sechs Metern schießt er klar drüber. In Rücklage abgeschlossen. Da war mehr drin!
47.
Gönnen wir uns einen kurzen Blick in die Arbeitsnachweise der ersten 45 Minuten, die klar an die Köpenicker gingen: 8:5 Abschlüsse pro FCU klingen noch halbwegs ausgeglichen, doch die Bilanz von 4:0 Versuchen wirklich auf den Kasten des Kontrahenten spricht Bände. Zusätzliche 59 Prozent erfolgreiche Zweikämpfe können auch durch Herthas 66 Prozent Spielanteile nicht entkräftet werden. Der Berliner SC ist nun also gefordert!
46.
... wie Marco Richter von Myziane Maolida.
46.
Mit dem Rücken zur Wand hat die Hertha zwei frische Kräfte auf den Rasen beordert: Lukas Klünter wird fortan genauso von Peter Pekarík ersetzt ...
46.
Weiter geht's, rein in den zweiten Durchgang.
45.
Giftige Unioner überrollen fahrige Hertha. Mit dem Anstoß legten die Gäste aus Köpenick energisch los. Sie dominierten gegen schläfrige Hausherren die Anfangsphase, der wunderbare Treffer durch Voglsammer zum 1:0 belohnte die Eisernen folgerichtig für ihren Aufwand. Anschließend schnupperten sie sogar das ein oder andere Mal am 2:0, da die Alte Dame fast eine halbe Stunde brauchte, um Betriebstemperatur zu erreichen. Einige halbgare Annäherungen brachte sie ihrerseits zustande, ehe unmittelbar vor dem Seitenwechsel eine knappe Abseitsstellung den möglichen Ausgleich verhinderte. Wir dürfen uns also auf eine spannungsgeladene zweite Hälfte freuen! Foto: Sören Stache, dpa
45.
Nur Momente später schallt der Halbzeitpfiff durch die Arena. Union führt mit 1:0.
45.
Kurz macht sich Jubel breit, doch der ebbt auch genauso schnell wieder ab! Mittelstädt stupst ein Belfodil-Zuspiel weiter an den Fünfer, wo sich Serdar elegant um die eigene Achse dreht und aus drei Metern in die Maschen schießt. Die Abseitsfahne schnellt jedoch nach oben, kein Treffer zum 1:1!
45.
120 Sekunden Nachspielzeit sind anberaumt.
45.
Hertha versucht die Schlagzahl zu erhöhen. Aber Union leistet erbittert Widerstand, so ist kaum ein Durchkommen für die BSC-Profis.
43.
Durch einen technischen Lapsus bei der Ballannahme schenkt Levin Öztunali das Kunstleder im Mittelfeld her. Nutznießer Serdar will sich fix aus dem Staub machen und nach vorne preschen, doch der Unioner hält ihn am Trikot. Taktisches Foul, an Gelb führt hier kein Weg vorbei.
41.
Gegen Ende des ersten Spielabschnitts reißt Hertha zunehmend das Kommando an sich. Gegen das eingespielte FCU-Kollektiv fällt es ihnen jedoch sichtlich schwer, überhaupt signifikanten Raumgewinn zu erzielen.
38.
Union lässt das aber nicht lange auf sich sitzen. Auf der Gegenseite prüft Kruse rasch Schwolow mit einem Abschluss von halblinks, aus zehn Metern Torentfernung findet der jedoch seinen Meister im Hertha-Keeper. Da lag das 0:2 in der Luft!
38.
Dennoch konstatieren wir, dass die Hertha endlich aufwacht. Beweis gefällig? Bitteschön! Klünter kann sich auf rechts absetzen und passt quer vors Tor. Dort kommt Richter angerauscht, am Ende verpasst er die Kugel aber um eine Schuhlänge.
36.
Die nächste Annäherung der Alten Dame. Eine Ecke von links wird lang und länger. Trotzdem kommt Serdar noch mit der Stirn hinter das Spielgerät, köpft es aus schwieriger Position aber nur ins Außennetz.
34.
Urplötzlich Aufregung. Nach kurzer Bedenkpause steht fest: Kein Elfmeter für Union! Voglsammer hatte mit einer Flanke von rechts den Arm von Stark getroffen. Allerdings stand er beim Zuspiel in der verbotenen Zone. Abseits.
32.
Insgesamt bisher die Blau-Weißen also im Glück. Hertha BSC scheiterte übrigens im Pokal schon zuletzt sechsmal in Folge in Duellen mit Bundesligisten. Letztmals gelang der Alten Dame das Weiterkommen gegen ein BL-Team im Achtelfinale 2011/12, als man gegen Kaiserslautern mit 3:1 triumphierte.
31.
Nun zwei Halbchancen für die Gastgeber. Doch Belfodil trifft erst einen anspruchsvollen Volley am langen Pfosten nicht, und auch Tousart steht kurz vor dem Fünfer ein Gegenspieler auf den Füßen. Beide Versuche werden nach wenigen Metern gestoppt.
29.
Sogar Hertha-Abschläge stellen die Unioner am Sechzehnereingang des Stadtrivalen mutig zu. Schwolow muss daher abermals zu einem weiten Schlag greifen, den Belfodil nicht behaupten kann. Dieses Bild kennen wir bereits!
28.
Herthas Maximilian Mittelstädt (l-r) und Unions Levin Öztunali und Julian Ryerson kämpfen um den Ball. Foto: Sören Stache, dpa
27.
Dann legt sich Oczipka den nächsten Eckball zurecht. Doch diesmal ist Boyata blendend postiert und bugsiert das Kunstleder resolut mit der Stirn aus dem eigenen Strafraum.
25.
Im Olympiastadion sorgen die Gäste aus Ost-Berlin für Einbahnstraßen-Fußball. Auch wenn sie sich im Vorfeld noch nach Kräften dagegen wehrten: Union ist Favorit in diesem brisanten Stadtduell! Neun Punkte trennen beide Klubs im BL-Klassement. Zudem behielten die Eisernen im ersten Derby der laufenden Saison im November 2021 mit 2:0 die Oberhand über die Blau-Weißen. Und inzwischen haben sie sich auch heute bereits einen Ein-Tore-Vorsprung erspielt!
23.
Wenig später segelt ein Flugball von links in den BSC-Strafraum. Am zweiten Pfosten hat sich Baumgartl davon geschlichen, aber Mittelstädt geht in höchster Not dazwischen und sichert sich schlussendlich die Kugel.
20.
Während Hertha noch immer nicht gefährlich im letzten Drittel auftauchte, steht der 1. FCU mittlerweile bereits bei fünf Torschüssen. Auch diese Statistik sagt viel aus über die Kräfteverhältnisse unten auf der Wiese.
18.
Die Köpenicker werden nach minimaler Atempause wieder aktiver. Öztunali ist es, der es aus dem Hinterhalt wissen will. Sein Geschoss aus 19 Metern Torentfernung rutscht ihm jedoch über den Schlappen, keine Gefahr.
16.
Situativ forciert der FCU wieder mehr das eigene Angriffsspiel. Ryerson schreitet zu einem Einwurf weit in der Hälfte des Kontrahenten. Referee Aytekin pfeift ihn jedoch bald wegen einer fehlerhaften Ausführung zurück. Alle Amateurkicker in der Republik können damit aufatmen: So etwas passiert auch gestandenen Profis!
15.
Suat Serdar übertreibt es in der Ballhatz und handelt sich die erste Gelbe Karte dieses Matches ein. Korrekt entschieden.
14.
Inzwischen versuchen auch die Hertha-Profis mit drei Leuten im Forechecking Fehler im Spielaufbau des Rivalen zu provozieren. Bisher können sich die Eisernen aber mühelos aus diesen zaghaften Umklammerungen befreien.
13.
Die Hertha ist umgehend um eine passende Antwort bemüht. Union zieht sich in dieser Phase etwas weiter zurück, lässt die Hausherren kommen - und lauert auf Umschaltmomente gegen aufgerückte Blau-Weiße.
11.
Union belohnt sich sehenswert für einen bockstarken Auftakt: Kruse hebt die Kugel von weit links draußen in die Mitte. Der Ball kommt für den Torschützen eigentlich einen Tick zu weit nach hinten, doch Voglsammer löst es artistisch. Mit dem ganz langen Bein lupft der Ex-Bielefelder den Ball halb über den verdutzten Schwolow hinweg in die Maschen. Ein Traumtor der krummen Sorte! 
11.
Toooor! Andreas Voglsammer erzielt das 1:0 für den FCU!
9.
Die Anfangsphase heute dominieren allerdings die Köpenicker. Mit ihrem hohen Anlaufen stören sie effizient den Ballvortrag der Alten Dame. 67 Prozent gewonnene Zweikämpfe zugunsten der Gäste sind auch trotz des frühen Zeitpunkts im Match eine Hausnummer.
7.
Zu Hause ist der Berliner Sport-Club seit drei Pflichtspielen gegen Union ungeschlagen und gewann die letzten beiden Duelle allesamt. Diese Bilanz sollte ihnen eigentlich Auftrieb verleihen.
6.
Dann soll Klünter über seinen rechten Flügel erstmals ins Rollen gebracht werden. Die Ablage von Serdar im Mitteldrittel ist aber zu ungenau, Einwurf FCU.
4.
Die gastgebende Hertha muss sich angesichts dieses Unioner Blitzstarts erst einmal sortieren. Sie läuft im gewohnten 4-2-3-1 auf, Belfodil soll über die Außen von Richter und Serdar mit Zuspielen gefüttert werden.
2.
Die Eisernen legen also in ihrer 3-1-4-2-Grundordnung wie die sprichwörtliche Feuerwehr los. Innerhalb der ersten Spielminute lassen sie bereits drei brauchbare Abschlüsse los!
1.
Auch der fällige Eckstoß bringt Gefahr: Voglsammer kommt aus der Mitteldistanz zum Abschluss, aber Schwolows Knie steht dem 1:0 im Weg. Den Nachschuss prügelt Oczipka flach von der Sechzehnergrenze am rechten Pfosten vorbei.
1.
Direkt nach zehn Sekunden der erste Abschluss: Voglsammer verlängert einen weiten Ball mit dem Schädel genau in den Lauf von Kruse. Der lässt sich zwar etwas weit nach links abdrängen, aber sich vom spitzen Winkel nicht abhalten. Wuchtig zieht er ab, doch Schwolow ist im kurzen Eck zur Stelle.
1.
Und da pfeift der Unparteiische Deniz Aytekin an, unser Spiel ist freigegeben.
Die letzten Töne von Frank Zanders "Nur nach Hause" verhallen, die 3000 anwesenden Zuschauer im weiten Rund machen sich lautstark bemerkbar. Die Spannung steigt!
Die Unioner wollen von Beginn an mit folgender Mannschaft dagegenhalten: Andreas Luthe - Timo Baumgartl, Dominique Heintz, Robin Knoche - Levin Öztunali - Grischa Prömel, Bastian Oczipka, Rani Khedira, Julian Ryerson - Andreas Voglsammer, Max Kruse
Heute geht diese Elf für die Alte Dame an den Start: Alexander Schwolow - Lukas Klünter, Niklas Stark, Dedryck Boyata, Maximilian Mittelstädt - Vladimír Darida, Santiago Ascacibar, Lucas Tousart, Suat Serdar - Marco Richter, Ishak Belfodil
Trotz der eindeutigen Ausgangslage weigerte sich Union-Trainer Urs Fischer im Vorfeld die Favoritenrolle anzunehmen. "Die Tabelle hat keinen Einfluss auf das Pokalspiel", betonte der 55-jährige Schweizer. Beim Kontrahenten will er unter Korkut bereits einen Aufwärtstrend erkannt haben und attestierte: "Die Spieler setzen die Ideen des neuen Trainers schon gut um." Vor allem im Spiel mit dem Ball trete die Hertha proaktiver und initiativer auf als unter Vorgänger Dardai.
So setzen Spieler und Funktionäre aus dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf ihre verbliebenen Hoffnungen für 2022 auf den DFB-Pokal. Und dass, obwohl man bisher auch dort kaum überzeugen konnte. Zum Auftakt quälte sich der Berliner Sport-Club gegen Drittliga-Aufsteiger SV Meppen zu einem 1:0-Erfolg. Sein Ergebnis aus der 2. Runde liest sich angesichts des 3:1 über Münster ebenfalls nur auf dem Papier besser, das viertklassige Preußen forderte Hertha alles ab. Trotz mehr als einer Halbzeit numerischer Überzahl fielen die Siegtore des BSC erst in der 79. und 83. Minute.
Der Rivale aus dem Westend durchlebt hingegen deutlich unerfreulichere Zeiten. Trotz des Trainerwechsels hin zu Tayfun Korkut Ende November 2021 läuft die Hertha ihren eigenen Zielen nach wie vor meilenweit hinterher. Die üppigen Finanzspritzen von Investor Lars Windhorst scheinen größtenteils zu verpuffen, als Tabellen-13. beträgt der Vorsprung vor Relegationsrang 16 derzeit lediglich vier Zähler. Einmal mehr droht dem selbsternannten "Big-City-Club" im nationalen Ligabetrieb biederer Abstiegskampf statt des Rampenlichts im Europapokal!
Im diesjährigen Cup-Wettbewerb präsentierte sich Union jedoch vergleichsweise unsouverän. In der ersten Runde mühte man sich zu einem wackligen 1:0 über Türkgücü München, ehe es anschließend abermals gegen einen Drittligisten ging: Waldhof Mannheim bot auch lange Paroli und erzwang dank eines 1:1 nach Ablauf der regulären Spielzeit eine Verlängerung. Hier setzten sich am Ende doch die größeren Kraftreserven des Favoriten durch, die Berliner kamen schlussendlich mit 3:1 weiter - und einem blauen Auge davon.
Die Gäste vom FCU treten allerdings mit reichlich Selbstvertrauen an, bestätigen sie doch aktuell als Bundesliga-Fünfter ihren fußballerischen Aufwärtstrend der Vorsaison, der sie nur zwei Jahre nach ihrem Aufstieg in Deutschlands oberste Spielklasse fürs internationale Geschäft (in Form der Europa Conference League) qualifizierte. Nach der kurzen Winterpause ist bei den Köpenickern von Leistungsabfall ebenfalls nichts zu spüren, ein 2:2 in Leverkusen sowie ein umkämpfter 2:1-Triumph am Wochenende über die ambitionierte TSG aus Hoffenheim unterstreichen dies.
Zweimal drangen sie zuvor ins Finale vor, beide Male wurde dieses im Niedersachsenstadion von Hannover 96 ausgetragen. 1977 musste nach einem 1:1 sogar ein Entscheidungsspiel gegen den 1. FC Köln (0:1) absolviert werden und auch zwei Jahre später verlor die Alte Dame an der Leine gegen Fortuna Düsseldorf knapp (0:1 n. V.). 1993 waren es dann die BSC-Amateure, die sich sensationell bis ins Endspiel vorkämpfen konnten - dort allerdings Bayer Leverkusen ebenfalls mit 0:1 unterlagen.
Beide Vereine von der Spree träumen schon länger vom Pokal-Coup vor der eigenen Haustür. Doch sie scheiterten in der jüngsten Vergangenheit regelmäßig. Während die Eisernen 2001 als Drittligist dem übermächtigen FC Schalke 04 immerhin im Endspiel im legendären Olympiastadion unterlagen (0:2), kamen die Hertha-Akteure noch nie in diesen Genuss, seit es seit 1985 durchgehend in der Hauptstadt stattfindet.
Hallo und herzlich willkommen. Im Achtelfinale des DFB-Pokals kommt es zum Berliner Duell: Hertha BSC empfängt den 1. FC Union!