Regionale Nachrichten und News mit der Pressekarte
Sie haben kein
gültiges Abo.
Regionale Nachrichten und News
Schließen

Traumtor reicht nicht: Schweiz spielt 1:1 gegen Schottland

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Die Schweiz hofft auf einen Sieg und den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale. Die Eidgenossen müssen gegen Schottland jedoch früh einen Rückschlag überstehen. Ein Ex-Bayern-Profi trifft sehenswert.

Köln.

Sichtlich erschöpft klatschten sich die Schweizer und Schotten nach einem hart umkämpften Spiel ab, die beiden Trainer Murat Yakin und Steve Clarke nahmen sich freundschaftlich in den Arm. Durch das 1:1 (1:1) am Mittwochabend in Köln haben beide Nationen noch die Chance auf den Einzug ins Achtelfinale. Die Schweizer, für die Xherdan Shaqiri (26. Minute) traumhaft traf, verpassten zwar die vorzeitige Qualifikation für die K.-o.-Runde - haben mit vier Punkten in der deutschen Gruppe A aber weiter beste Aussichten.

Tabellenführer Deutschland ist am Sonntag nächster Gegner der Eidgenossen. "Es ist ein Punkt und den nehmen wir mit", sagte Fabian Schär. Manuel Akanji äußerte: "Am Ende ist der Punkt okay. Wir sind Zweiter und es sieht gut aus für die nächste Runde." Die Schotten, die durch Scott McTominay (13.) in Führung gegangen waren, sind mit einem Zähler Dritter und spielen gegen Ungarn (0 Punkte). 

"Wir hatten den besseren Start, aber die Schweizer haben gut dagegengehalten", sagte Schottlands Kapitän Andrew Robertson bei MagentaTV. "Wir müssen uns ausruhen, wir müssen uns vorbereiten und dann fit sein für Sonntag. Wir können viel von heute mitnehmen."

Unglücklicher Start der Schweiz

Bei prächtigem Sommerwetter hatten sich die Fans beider Länder seit dem Vormittag in der Kölner Innenstadt fröhlich und lautstark eingestimmt. Auch im Stadion sorgten sie schon lange vor dem Anpfiff für formidable EM-Atmosphäre. Schweiz-Coach Yakin feuerte bereits rund eine Stunde vor Spielbeginn die Anhänger der Nati an.

Die Laune des 49-Jährigen verschlechterte sich jedoch schnell. Schottland konterte über Robertson und Callum McGregor, der McTominay in der Mitte bediente. Der Mittelfeldspieler schoss und Schär fälschte den Ball unhaltbar für Schweiz-Keeper Yann Sommer ab. "No Scotland, No Party" (Ohne Schottland keine Party), sangen die begeisterten schottischen Fans.

Schottischer Fehler ermöglicht Shaqiris Tor

Wie schon im Eröffnungsspiel gegen Deutschland verteidigten die Schotten tief. Anders als bei der 1:5-Niederlage schalteten sie nun aber immer wieder schnell um. Zudem fanden die Schweizer um Chefstratege Granit Xhaka von Double-Gewinner Bayer Leverkusen kaum Lücken in der schottischen Defensive.

Für den Ausgleich benötigte das Yakin-Team einen krassen Fehler des Gegners und Shaqiris individuelle Klasse. Anthony Ralston passte den Ball unfreiwillig genau in den Lauf des früheren Münchners. Shaqiri zirkelte den Ball aus 20 Metern unhaltbar in den Winkel - ein Wahnsinns-Tor. Der 32-Jährige ist nun der einzige Spieler, der in jeder EM oder WM seit 2014 - also bei sechs Turnieren - getroffen hat.

Ndoyes Tor zählt nicht, Hanley trifft den Pfosten

Der Treffer gab den Schweizern Auftrieb. Dan Ndoye scheiterte nach starker Shaqiri-Vorarbeit an Schottlands Torwart Angus Gunn (32.). Eine Minute später traf der Stürmer sogar ins Tor, stand aber knapp im Abseits.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Schweizer in einem offenen Spiel die gefährlichere Mannschaft. Ndoye drehte sich stark um seinen Gegenspieler, fand aber erneut in Gunn seinen Meister (58.). Bei der Aktion vertrat sich Schottlands Kieran Tierney. Mit schmerzverzerrtem Gesicht wurde der 27-Jährige auf einer Trage vom Platz gebracht.

Kurz darauf hätte sein Abwehrkollege Grant Hanley Schottland fast wieder in Führung gebracht. Nach einem Freistoß klatschte sein Kopfball jedoch an den Pfosten. In der Schlussphase wurde Breel Embolo fast noch zum Schweizer Helden. Wie schon zuvor bei Ndoye zählte das Tor des früheren Bundesliga-Profis wegen einer Abseitsstellung aber nicht (82.). (dpa)

Icon zum AppStore
Sie lesen gerade auf die zweitbeste Art!
  • Mehr Lesekomfort auch für unterwegs
  • E-Paper und News in einer App
  • Push-Nachrichten über den Tag hinweg
  • Sie brauchen Hilfe? Hier klicken
Nein Danke. Weiter in dieser Ansicht.

Das könnte Sie auch interessieren