Turn-Weltverband will Ethik-Stiftung gründen

Nassar hatte über Jahrzente Athletinnen missbraucht

Als Reaktion auf den Missbrauchsskandal beim US-Verband will der Turn-Weltverband FIG eine Ethik-Stiftung gründen. Dies gab FIG-Präsident Morinari Watanabe am Donnerstag in Lausanne bekannt.

"Die FIG war lange Zeit zu Recht stolz auf ihre Geschichte. Aber dieser Stolz lässt sich nicht fortsetzen, wenn man nicht mit dem höchsten Respekt miteinander umgeht. Wir wollen die Athleten besser als in der Vergangenheit schützen und auch ein Vorbild für andere Verbände sein", sagte der Japaner Watanabe.

Der langjährige US-Teamarzt Larry Nassar hatte über Jahrzehnte hinweg zahlreiche Athletinnen sexuell missbraucht und dies stets mit medizinischen Notwendigkeiten begründet. Nassar wurde mittlerweile zu einer Gefängnisstrafe von bis zu 165 Jahren verurteilt.

Das FIG-Exekutivkomitee wird den Mitgliedsverbänden beim Jahreskongress am 2./3. Dezember in Baku einen Antrag zur Stiftungsgründung vorlegen. Sollte er in der Vollversammlung eine Mehrheit finden, soll die Stiftung zu Beginn des kommenden Jahres ihre Arbeit aufnehmen.

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