US-Missbrauchsskandal: Hotline soll Ethikstiftung der FIG ergänzen

Die geplante Ethikstiftung des Turn-Weltverbandes FIG als Reaktion auf den US-Missbrauchsskandal soll auch eine weltweit anwählbare Hotline beinhalten. Dies kündigte FIG-Präsident Morinari Watanabe bei den Asienspielen in der indonesischen Hauptstadt Jakarta an.

Speziell geschulte Mitarbeiter eines Callcenters sollen Fragen und Hilferufe entgegennehmen und, falls notwendig, sofortige Maßnahmen veranlassen "Ich denke, dass es im ersten Jahr mehr als tausend Anrufe von Athleten oder deren Eltern geben wird. Meine Hoffnung für die ersten beiden Jahre ist es, dass sich die Zahl der Anrufe jeweils halbiert", sagte der Japaner.

Der langjährige US-Teamarzt Larry Nassar hatte über Jahrzehnte hinweg zahlreiche Athletinnen sexuell missbraucht und dies stets mit medizinischen Notwendigkeiten begründet. Mittlerweile wurde Nassar zu einer Gefängnisstrafe von bis zu 165 Jahren verurteilt.

Das FIG-Exekutivkomitee wird den Mitgliedsverbänden beim Jahreskongress am 2./3. Dezember in Baku einen Antrag zur Stiftungsgründung vorlegen. Sollte er in der Vollversammlung eine Mehrheit finden, soll die Stiftung zu Beginn des kommenden Jahres ihre Arbeit aufnehmen.

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