US Open: Schiedsrichter Lahyani darf weiter Matches leiten

Sein bizarrer Rollenwechsel bei den US Open hat für Schiedsrichter Mohamed Lahyani (52) keine Konsequenzen. Zwar habe der Schwede mit seiner Ansprache an den Australier Nick Kyrgios ("Ich will dir helfen!") eine Grenze überschritten, dürfe aber weiterhin Matches leiten. Das teilte der amerikanische Tennisverband USTA als Veranstalter des Grand-Slam-Turniers in New York am Freitag mit.

Lahyani war in der Zweitrundenpartie am Donnerstag zwischen Kyrgios und dem Franzosen Pierre-Hugues Herbert von seinem Stuhl gestiegen und hatte auf den lustlos agierenden Kyrgios eingeredet. Der Favorit lag zu diesem Zeitpunkt 4:6, 0:3 zurück. Später gewann Kyrgios die Partie 4:6, 7:6 (8:6), 6:3, 6:0.

Herbert hatte anschließend eine Strafe für Lahyani gefordert, auch andere Spieler wie Roger Federer kritisierten das Verhalten des beliebten Schiedsrichters. Der australische Ex-Profi Pat Cash forderte Lahyani auf, sofort zurückzutreten. Den Vorwurf, Lahyani habe ihn gecoacht, bezeichnete Kyrgios als "lächerlich". Herbert sagte: "Alles, was ich weiß, ist, dass Nick von diesem Zeitpunkt an ein anderer Spieler war."

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