USOC-Vorsitzender Probst tritt zum Jahresende zurück - Frauen übernehmen

Larry Probst tritt Ende des Jahres zurück

Der Vorsitzende des us-amerikanischen Olympiakomitees USOC, Larry Probst, wird am Ende des Jahres zurücktreten. Das gab die Organisation, die in der jüngsten Vergangenheit aufgrund des Umgangs mit Skandalen wegen sexuellen Missbrauchs im US-Sport heftig in der Kritik geraten war, am Montag bekannt. Probst wird ab 1. Januar von Susanne Lyons ersetzt.

Lyons war bis zum vergangenen Monat als Generaldirektorin tätig gewesen, Nachfolgerin wurde Sarah Hirshland. "Wir werden alles dafür tun, um das Vertrauen aller unserer Athleten, im Speziellen der Missbrauchsopfer, wiederzuerlangen", sagte Lyons.

"Wir haben versagt", sagte Probst: "Ich stehe an der Spitze der Nahrungskette, deswegen nehme ich das sehr persönlich. Was passiert ist, tut uns sehr leid. Wir fühlen sehr mit den Betroffenen." Für Probst sei es "der perfekte Zeitpunkt", seinen Posten aufzugeben und mit zwei Frauen an der Spitze eine Veränderung einzuleiten und den Athleten einen höheren Stellenwert zu geben.

Zuletzt hatten mehrere Skandale wegen sexuellen Missbrauchs den Sport in den USA erschüttert. Der ehemalige US-Teamarzt der Kunstturner Larry Nassar hatte über Jahrzehnte mehr als 350 Athletinnen unter dem Vorwand einer ärztlichen Behandlung sexuell misshandelt. Dafür wurde er im Januar zu einer Gefängnisstrafe von bis zu 175 Jahren verurteilt. Auch bei den Schwimmern und im Taekwondo-Verband wurden ähnliche Fälle bekannt.

0Kommentare Kommentar schreiben