Vettel vor Räikkönen: Ferrari dominiert auch im letzten Spa-Training

Ferrari hat beim Großen Preis von Belgien alle drei Trainings-Durchgänge dominiert. Im dritten und letzten Training am Samstag fuhr der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) in 1:42,661 Minuten Bestzeit vor seinem Teamkollegen Kimi Räikkönen (Finnland/1:42,724). Dahinter folgte das Mercedes-Duo mit Weltmeister Lewis Hamilton (Großbritannien/1:42,798) und Valtteri Bottas (Finnland/1:43,464).

Welten trennen die beiden Topteams in Spa vom Rest des Feldes. Red-Bull-Fahrer Max Verstappen (Niederlande/1:44,048) hatte auf Platz fünf fast eine halbe Sekunde Rückstand auf Bottas und 1,4 Sekunden auf Vettels Bestzeit. Neunter wurde Nico Hülkenberg (Emmerich/1:45,464), der Renault-Pilot muss ebenso wie Bottas am Sonntag (15.10 Uhr/RTL) aus der letzten Reihe starten. Renault und Mercedes haben Motorenkomponenten gewechselt und damit bei Hülkenberg und Bottas das zulässige Saisonkontingent überschritten.

Vettel war bereits nach dem Trainingsauftakt am Freitag beeindruckt von der Leistungsfähigkeit seines Ferrari gewesen. "Die Autos sind so gut und so schnell wie noch nie, die Fliehkräfte ziehen ganz schön am Körper." Die Strecke in Spa, auf der die Fahrer aus der berüchtigten Eau Rouge förmlich auf die Kemmel-Gerade fliegen und dort Geschwindigkeiten bis zu 325 km/h erreichen, biete zudem nicht viel Zeit zum Nachdenken. "Beim Einlenken in die Kurven muss man sich schnell entscheiden", sagte Vettel.

Am Ende des Feldes setzte Lokalmatador Stoffel Vandoorne im McLaren-Renault am Samstag sein glückloses Wochenende fort. Beim Versuch, Bottas ausgangs der Eau Rouge zu überholen, geriet Vandoorne nach links auf den Seitenstreifen, drehte sich auf dem feuchten Gras und landete auf der gegenüberliegenden Seite in den Leitplanken. Anschließend beschwerte sich der Belgier über Bottas: "Er hat mich einfach auf das Gras gedrängt."

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