Viñales lässt Suzuki jubeln, Marquez übertreibt es

Der Spanier gewinnt beim Grand Prix in Silverstone. Valentino Rossi macht im Kampf um die WM Punkte gut. Ein heftiger Crash sorgte für einen Neustart.

Silverstone.

Einsam ist Maverick Viñales zu seinem zweiten Grand-Prix-Sieg in der Königsklasse gefahren. Während der Spanier beim Großen Preis von Großbritannien ungefährdet für den ersten Suzuki-Erfolg in dieser Saison sorgte, ging hinter ihm die Post ab. Vor allem WM-Spitzenreiter Marc Marquez (Honda) und sein ärgster Verfolger Valentino Rossi (Yamaha) schenkten sich im Kampf um wichtige Zähler nichts.

Gerade erst hatte sich das Verhältnis zwischen dem Spanier und dem Italiener scheinbar entspannt, das im Vorjahr eskaliert war. Rossi hatte Marquez damals vorgeworfen, ihn im WM-Rennen mit seinem Teamkollegen und späteren Weltmeister Jorge Lorenzo zu behindern. Der Honda-Pilot hatte diese Fehde auf der Strecke mit heißen Attacken angeheizt. Am Sonntag in Silverstone blieb eine Kollision haarscharf aus, Marquez setzte sich nach mehreren Manövern und Kontern durch und schien den dritten Rang hinter Viñales und Lokalmatador Cal Crutchlow (Honda) sicher zu haben.

"Das hat viel Spaß gemacht", bemühte sich Rossi nach dem Rennen, dem Zweikampf die Schärfe zu nehmen. Der 37-Jährige hatte gut Lachen, weil er doch noch vor Marquez über die Ziellinie fuhr. Der 23-Jährige übertrieb es beim Versuch, Crutchlow noch zu kassieren, verließ die Strecke und musste sich am Ende mit Rang vier begnügen. Rossi profitierte, beendete das Rennen als Dritter und machte so drei WM-Zähler gut. Der Routinier liegt allerdings noch 50 Punkte hinter Marquez. "Ich bin glücklich", sagte der Italiener. "Gar nicht so sehr wegen der Pünktchen - der Abstand ist immer noch groß -, sondern weil ich nach so einem interessanten Duell auf dem Podium stehe."

Der zwölfte WM-Lauf der Saison begann mit einer Schrecksekunde. Der Franzose Loris Baz und der Spanier Pol Espargaro waren schon in der zweiten Kurve des Rennens in einen spektakulären Unfall verwickelt, der zu einem Rennabbruch und späteren Neustart führte. Beide wurden zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht, kurz darauf gab es Entwarnung: Schwere Verletzungen erlitten sie nicht. Wenig später erwischte es auch Stefan Bradl. Die Aprilia des einzigen Deutschen in der Königsklasse wirbelte durch die Luft, der Zahlinger blieb unverletzt. (mit dpa)

Folger auf Rang fünf

Der Schweizer Thomas Lüthi hat in der Moto2-Klasse den Großen Preis von Großbritannien für sich entschieden. Jonas Folger war als Fünfter bester Deutscher. Sandro Cortese musste wegen technischer Probleme vom letzten Platz starten und fuhr immerhin noch auf den zwölften Rang. Marcel Schrötter beendete den Grand Prix in Silverstone als Elfter.

Keine Punkte gab es für das am Sachsenring ansässige Team Peugeot MC Saxoprint in der Moto3-Klasse. Nach dem Sieg vor zwei Wochen wurde John McPhee bei seinem Heim-GP 18. Sein spanischer Teamkollege Alberto Arenas musste vor dem Start aufgeben. Der einzige Deutsche in der Moto3, Philipp Öttl, wurde 13. Brad Binder aus Südafrika gewann. (sesi)

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