Vitality schlägt Navi im Finale der CS:GO IEM Beijing EU

Nach fünf verlorenen Finalspielen war Vitality im Jahr 2020 trotz konstanter Leistungen noch ohne Titel. Gegen Natus Vincere triumphierten die Franzosen bei der IEM Beijing nun aber erstmals wieder - und das aus einer besonders misslichen Lage.

Peking/Köln (dpa) - Das Counter-Strike-Team von Team Vitality hat den europäischen Titel bei der IEM Beijing gewonnen. Nach einem 0:2-Rückstand gegen Natus Vincere kämpfte sich Vitality noch zurück in die Serie und setzte sich mit 3:2 (5:16; 12:16; 16:6; 16:9; 16:8) durch.

«Wir hatten einen Plan für das Best-of-Five, aber es hat nicht funktioniert und wir haben sehr ängstlich gespielt», sagte Vitality-Spielführer Dan «apEX» Madesclaire im Interview nach dem Spiel. «Unser Coach hat uns dann gesagt: Vergesst alles, spielt wie ihr wollt und fokussiert euch auf euch und nicht auf das Gegnerteam.»

Für Vitality, in der inoffiziellen Weltrangliste von « HLTV.org» derzeit auf dem ersten Rang, ist der Sieg ein ganz besonderer: In den letzten vier Turnieren hatten sich die Franzosen bis ins Finale gespielt, dort dann aber verloren. Gegen Navi gelang dem Team nun aber der erste Titel des Jahres.

Der deutlich bessere Start in die Serie gelang trotzdem Navi. Wie gewohnt wurden die ersten beiden Karten von Star Oleksandr «s1mple» Kostyliw dominiert, der Navi auf Nuke und Dust2 zum Sieg führte.

Ab der dritten Karte wendete sich das Momentum aber komplett. Auf einmal war es Vitality, das am laufenden Band Runden gewinnen konnte. Auf Overpass konnte Navi häufig nur zuschauen. Auch die Karte Inferno, auf der Vitalitys sechster Mann Nabil «Nivera» Benrlitom als Einwechselspieler zum Einsatz kam, ging an das französische Team.

Die Entscheidung musste somit auf Mirage fallen. Doch Vitality ließ dort nichts mehr anbrennen, und sicherte sich ohne größere Schwierigkeiten mit der letzten Karte auch den Titel.

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