Vogtländer starten mit Handicap

Am Wochenende beginnt die neue Saison in der Ringer-Bundesliga. Zwei Teams der Region sind dabei und zeigen sich von Regeländerungen angetan.

Ulrich Leithold - Vorsitzender desKSV Pausa

Von Jörg Richter

Zum Auftakt der neuen Meisterschaftsserie in der Ringer-Bundesliga steht die WKG Pausa/Plauen morgen gleich vor einer großen Herausforderung: Gegner ist Titelverteidiger SV Wacker Burghausen. Der FC Erzgebirge Aue, zweites Team der Region in der Liga, startet indes erst am 15. September gegen den Aufsteiger RSV Greiz in die Saison. Keine Einigung wurde bislang zwischen dem Verband und der "abtrünnigen" Deutschen Ringerliga (DRL) erzielt. So gehen erneut fünf Mannschaften der DRL (Nendingen, Ispringen, Weingarten, Schifferstadt, Eisleben) in eine eigenständige Meisterschaftsrunde.

Die Vorzeichen für die Vogtländer stehen allerdings erneut nicht allzu gut, denn mit Maximilian Schwabe zog sich der beste Ringer des Teams eine Schulterverletzung zu und fällt wohl für die gesamte Saison aus. Das Eigengewächs des KSV Pausa verletzte sich inmitten der Vorbereitung auf die WM, die im Oktober in Budapest stattfindet. "Es wird eine sehr schwere Saison für uns, wir denken von Kampf zu Kampf und versuchen, das Beste herauszuholen", blickte Trainer Silvio Hoffmann voraus. Im Vorjahr belegte sein Team den letzten Platz in der Vorrunde der Staffel Südost.

Nach fünf Abgängen konnte die WKG mit dem russischen Papiergewichtler Said Gazimagomedov sowie den Polen Krzystof Bienkowski, Gevorg Sahakyan und Kamil Skaskiewicz internationale Spitzeringer verpflichten. 2017 gab es gegen den klaren Favoriten aus Burghausen eine 3:25-Heimniederlage.

In der Bundesliga wird zudem ein neues Punktesystem praktiziert, das Auswirkungen auf die Zusammenstellung des jeweiligen Aufgebotes hat. Die Höchstpunktzahl von 28 Zählern je Mannschaft darf dabei nicht überschritten werden. So erhält ein deutscher Ringer mit internationalen Erfolgen (WM, EM, Olympia) bis zu vier Zähler, stammt er aus dem Ausland, kommen weitere vier hinzu. Startet ein Eigengewächs, wird dies mit minus zwei Punkten bewertet. "Wir wollen damit die Entwicklung eigener Talente ankurbeln, während der Einsatz internationaler Spitzenringer etwas eingedämmt werden soll", begründete DRB-Vizepräsident Ralf Diener, der das System mit einem Gremium ausarbeitete. Ulrich Leithold, Vorsitzender des KSV Pausa, gehört dazu. Er ergänzte: "Das kommt uns, die wir eine gute Nachwuchsarbeit leisten, zugute. So können uns Ringer, die wir über Jahre hinweg gefördert haben, auch treu bleiben."

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