Wasserball-Bundestrainer sorgt sich um zweite Vorbereitung

Berlin (dpa) - Bundestrainer Hagen Stamm blickt sehr skeptisch auf die Neuansetzung des Olympia-Qualifikationsturniers der Wasserballer.

«Ich persönlich glaube nicht, dass der Termin zu halten ist», sagte der 59 Jahre alte Berliner in einem Interview dem «Tagesspiegel». Der Schwimm-Weltverband Fina hat das Turnier, an dem vom 22. bis 29. März auch Stamm mit seiner Mannschaft teilnehmen wollte, aufgrund der Coronavirus-Pandemie auf den Zeitraum vom 31. Mai bis 7. Juni verschoben.

Die Entscheidung, ob es dabei bleibt, soll laut Stamm am 30. April getroffen werden. «Dann würden wir gegebenenfalls in eine knackige Vorbereitung, um wieder auf das jetzige Niveau zu kommen. Das wäre schwer, aber dieses Problem hätten alle Nationen. Wobei es für uns noch eine Unbekannte gäbe», betonte der Bundestrainer und erklärte, dass die Vorbereitung bisher 150.000 Euro gekostet habe.

Es sei offen, ob der Deutsche Olympische Sportbund oder das Bundesministerium des Innern sie bei einer zweiten Vorbereitung unterstützen würden. «Ich hoffe, unser Verband würde nicht alleingelassen werden», sagte Stamm.

Sportlich habe die Absage seine Mannschaft eiskalt erwischt, meinte er nach einer «super Vorbereitung». Auf die Frage, wie er als Trainer reagiert habe, antwortete er: «Ich habe den Jungs gesagt, sie sollen erst einmal ein Bier trinken und dass ich sie zehn Tage nicht sehen möchte.»


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