Weg für Hörmann frei - Weikert verzichtet auf Kandidatur

Einer Wiederwahl von Alfons Hörmann als Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) steht nichts mehr im Wege. Die Versammlung der Spitzenverbände, die beim Wahlkongress am 1. Dezember in Düsseldorf die Mehrheit der Stimmen auf sich vereint, sprach sich bei einem Treffen in der DOSB-Zentrale in Frankfurt einstimmig bei zwei Enthaltungen für Hörmann als Kandidaten aus.

Thomas Weikert, Präsident des Tischtennis-Weltverbandes ITTF, hatte zuvor bekannt gegeben, auf eine Kandidatur als DOSB-Präsident gegen Hörmann zu verzichten.

"Nach allem, was ich in den letzten Tagen gelesen und gehört habe, war dies ein überzeugendes, überwältigendes Votum", sagte Hörmann: "Die entscheidenden Momente sind in einer Demokratie, wenn es um die Abstimmung geht. Dieses Votum war die beste Antwort auf die vergangenen Tage." Hörmann sprach von einer "sehr schönen Weichenstellung" und einer "Bestärkung für mich, die nächsten vier Jahre anzugehen".

Weikert hatte zuvor für seinen Verzicht vor allem Zeitgründe genannt. "Ich möchte das ITTF-Amt nicht aufgeben. Das Amt des DOSB-Präsidenten ist mit meinem jetzigen nicht vereinbar, schon aus rein zeitlichen Gründen. Deshalb habe ich von einer Kandidatur Abstand genommen", sagte der 56 Jahre alte Rechtsanwalt. Weikerts Amtszeit als ITTF-Präsident läuft noch bis 2021.

Weikert war der Wunschkandidat einer Oppositionsbewegung zu Hörmann innerhalb der Spitzenverbände. Ob sich nun bei der DOSB-Mitgliederversammlung noch ein Gegenkandidat zu Hörmann findet, ist unklar. Im Gespräch war zuletzt auch Martin Engelhardt (58), der Präsident der Deutschen Triathlon Union (DTU), der am Dienstag aber nicht zu der Sitzung erschienen war.

Zuvor hatte bereits die Konferenz der 16 Landessportbünde, die ebenfalls am 1. Dezember Stimmrecht haben, ein einstimmiges Votum für Hörmanns Kandidatur abgegeben. Auch die Verbände mit besonderen Aufgaben schlossen sich am Dienstag an und sicherten Hörmann die volle Rückendeckung zu. Damit dürfte die Wiederwahl des Allgäuers am 1. Dezember sicher sein.

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