Weltklasseathleten schätzen Atmosphäre in Thum

Der Werfertag am 30. August geht diesmal vor dem Saisonhöhepunkt der Leichtathleten über die Bühne. Ein ungewohnter, aber guter Zeitpunkt, um noch mal für die WM zu üben.

Gelenau/Thum.

Es ist keineswegs alles neu beim 16. Thumer Werfertag am 30. August, aber es ist doch eine neue Situation. Denn im Gegensatz zu den vergangenen Meetings geht das Sportfest im Stadion an der Wiesenstraße diesmal vor dem internationalen Saisonhöhepunkt der Leichtathleten über die Bühne. "Einige Athleten könnten bei uns noch die Norm für Weltmeisterschaften in Doha schaffen", erklärte Meetingchef Sven Lang. Die WM im Wüstenstaat Katar geht in diesem Jahr erst Ende September/Anfang Oktober über die Bühne. Meldeschluss dafür ist der 6. September.

Meldeschluss für Thum ist zwar noch nicht, aber die Organisatoren hatten auch keine Mühe, die Felder mit Topathleten zu besetzen. "Wir hatten mehrere Anfragen aus allen Teilen der Welt, können quasi auswählen. Aber natürlich gibt es auch ein paar finanzielle Zwänge", verrät Lang, der mit einem Sportleretat von 20.000 und 25.000 Euro agieren darf. Das ist ordentlich, aber kein Freibrief für prominente Verpflichtungen. Die kommen vor allem auch zustande, weil die Akteure die familiäre Atmosphäre und den engen Kontakt zum Publikum schätzen. "Da können wir dann schon mal Freundschaftspreise mit Weltklasseathleten aushandeln", sagt Lang mit einem Augenzwinkern.

Stand jetzt kann der Meetingchef, der auch Bundestrainer der deutschen Kugelstoßer ist, Werfer aus 16 Nationen begrüßen. Eine der kürzesten Anreisen hat dabei im Normalfall Christina Schwanitz vom LV 90 Erzgebirge. Allerdings bestreitet die Kugelstoß-Weltmeisterin von 2013 - wie andere Asse auch - am 29. August noch das Diamond-League-Finale in Zürich. Deshalb wird der Weg zu ihrem Heimspiel diesmal ein längerer sein. Vielleicht kann Christina Schwanitz aber eine Fahrgemeinschaft mit Tom Walsh organisieren. Der Neuseeländer, Kugelstoßweltmeister von 2017, gehört quasi bereits zu den Stammgästen in Thum.

Auch die Speerwerfer sind am 29. August in der Schweiz und einen Tag später im Erzgebirge zugange. Da in dieser Disziplin das Verletzungsrisiko bei zwei Wettkämpfen an zwei Tagen jedoch relativ groß ist, werden Olympiasieger Thomas Röhler, Weltmeister Johannes Vetter oder der Deutsche Meister Andreas Hofmann diesmal nicht in Thum dabei sein. Das Feld ist dennoch stark, so muss WM-Fahrer Bernhard Seifert (Potsdam) etwa die Tschechen Petr Frydrych (EM-Dritter 2017) und Vitezlav Vesely (Olympiadritter 2012) im Zaum halten.

Das gilt im Diskuswerfen der Männer für den Jamaikaner Fredrick Dacres. Der Vizeweltmeister von 2017 trifft u. a. auf den Olympiavierten Martin Kupper (Estland), den EM-Vierten Alin Firfirica (Rumänien) und nicht zuletzt auf die beiden deutschen WM-Starter Martin Wierig und seinen Magdeburger Vereinsgefährten Martin Wrobel.

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